Nr. 438 / 20.04.2026
Ehrung für vorbildliche Unternehmen: Ab sofort läuft die Ausschreibungsfrist für den „Nürnberger Preis für diskriminierungsfreie Unternehmenskultur“. Wirtschafts- und Wissenschaftsreferentin Dr. Andrea Heilmaier und das städtische Menschenrechtsbüro rufen ortsansässige Unternehmen auf, ihre Bewerbungen bis Montag, 15. Juni 2026, einzureichen. Bewerben können sich in Nürnberg ansässige Unternehmen – handwerkliche Kleinbetriebe und Dienstleister ebenso wie Mittelständler oder global agierende Konzerne. Weitere Informationen, der Kriterienkatalog und das Bewerbungsformular sind online unter www.menschenrechte.nuernberg.de abrufbar.
Der „Nürnberger Preis für diskriminierungsfreie Unternehmenskultur“ wird in diesem Jahr zum neunten Mal vergeben. Auch in diesem Jahr erfolgt die Verleihung durch Oberbürgermeister Marcus König in dem von der Jury ausgezeichneten Unternehmen, damit möglichst viele Beschäftigte dabei sein können. Der Preis ist ein weiterer Baustein in dem breit angelegten Bemühen der Stadt, auch auf lokaler Ebene gegen Rassismus und Diskriminierung sowie für Menschenrechte und Vielfalt einzutreten. Gerade Unternehmen können dazu viel beitragen: etwa durch eine Personalpolitik, die sich der Vielfalt verpflichtet sieht, durch besondere Gleichbehandlungsstrategien am Arbeitsplatz oder die Sicherung der betrieblichen Mitbestimmung. Weitere Aspekte können die konsequente Umsetzung von Arbeitsnormen wie zum Beispiel die Ablehnung von Zwangs- oder Kinderarbeit auch bei ausländischen Zulieferbetrieben sein.
Viele Unternehmen haben sich längst in ihren Leitbildern zu verantwortlichem unternehmerischen Handeln im Sinne von Corporate-Social-Responsibility verpflichtet. Die Stadt Nürnberg möchte mit dem Preis für diskriminierungsfreie Unternehmenskultur diesen Vorbildcharakter für einen respektvollen Umgang miteinander und die Umsetzung von Menschenrechten würdigen. Bei der letzten Ehrung wurde die Firma Degen GmbH & Co. KG für ihren Verhaltenskodex ausgezeichnet, der die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte zum Referenzrahmen der Unternehmensaktivitäten erklärt und grundlegende Prinzipien eines diskriminierungsfreien, wertschätzenden und offenen Umgangs nach innen und außen normiert. Zudem engagiert sich das Unternehmen bei der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten und von Menschen mit Behinderung und es setzt glaubhaft Nachhaltigkeit und Verantwortung in der gesamten Produktions- und Lieferkette um.
Wirtschafts- und Wissenschaftsreferentin Dr. Andrea Heilmaier sagt: „Unternehmerische Exzellenz zeigt sich nicht nur in Innovativität und positiven Bilanzergebnissen, sondern auch in verantwortungsvollem Handeln für Gleichstellung, Integration und Inklusion. Viele Nürnberger Unternehmen tragen mit einer diskriminierungsfreien Unternehmenskultur dazu bei, dass der Titel der Stadt des Friedens und der Menschenrechte mit Leben gefüllt wird. Dieser Einsatz soll mit dem Preis für diskriminierungsfreie Unternehmenskultur gewürdigt werden; gleichzeitig sind die Preisträger Botschafter für die vielfältige Exzellenz der Nürnberger Unternehmenslandschaft." maj