Nr. 435 / 17.04.2026
Die Berufliche Oberschule Nürnberg (BON/B13) wird ihre erfolgreiche Mitarbeit im landesweiten Projekt „Evidenzbasierte Schule (EBS) – Fördern, Steuern und Entwickeln mit System“ fortsetzen. Der Schulausschuss beschloss die weitere Teilnahme für den Projektzeitraum bis zum Schulhalbjahr 2027/28 in der Sitzung am Freitag, 17. April 2026.
Das Projekt „Evidenzbasierte Schulentwicklung an beruflichen Schulen“ verfolgt das Ziel, Unterrichts- und Schulentwicklung stärker auf belastbare Daten, praktische Erfahrungen sowie wissenschaftliche Erkenntnisse zu stützen. Angesichts wachsender Anforderungen an Schulen – etwa durch zunehmende Heterogenität in den Klassen sowie steigende Integrations- und Inklusionsaufgaben – gewinnt ein datenbasiertes, diagnostisch gestütztes pädagogisches Handeln zunehmend an Bedeutung.
Die BON ist bereits seit dem Schulhalbjahr 2024/25 aktiv in das Projekt eingebunden. Eine Lehrkraft der Schule arbeitet im Projektteam mit und bringt dort gezielt die Perspektive der Beruflichen Oberschulen ein. Damit wird sichergestellt, dass auch die besonderen Anforderungen dieser Schulart in die landesweite Entwicklung einfließen. Zugleich übernimmt die BON eine wichtige Schnittstellenfunktion zwischen schulischer Praxis, wissenschaftlicher Begleitung und ministerieller Steuerung.
Ein zentrales Anliegen des Projekts ist es, schulische Entscheidungen nach dem Leitgedanken „Von Daten zu Taten“ zu treffen. Daten sollen systematisch ausgewertet und in konkrete Maßnahmen für Unterricht und Schulentwicklung überführt werden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Verknüpfung von pädagogischer Diagnostik mit gezielten Fördermaßnahmen, insbesondere zur Stärkung der Basiskompetenzen in Deutsch und Mathematik.
„Die Beteiligung am Projekt bietet aus Sicht der Stadt Nürnberg große Chancen für die Weiterentwicklung unseres kommunalen Schulwesens. Neue Erkenntnisse und Instrumente können frühzeitig in die schulische Praxis übertragen werden. Dadurch stärken wir die Qualität von Unterricht und Schulentwicklung und ermöglichen eine noch gezieltere Förderung der Schülerinnen und Schüler. Gleichzeitig vertiefen wir die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg“, so Schulreferentin Cornelia Trinkl.
Langfristig soll evidenzbasierte Schulentwicklung fest in den Strukturen der Schulen verankert werden. Dazu gehören unter anderem der Ausbau der Datenkompetenz sowie die Einrichtung sogenannter Evidenzteams. Ziel ist eine Schulkultur, in der Daten nicht als Kontrollinstrument, sondern als Grundlage für gemeinsame Lern- und Entwicklungsprozesse verstanden werden. let