Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 458 / 23.04.2026

Öko-Modellregion: Elf Projekte für mehr bioregionale Wertschöpfung – Budget 2026 voll ausgeschöpft

Auf den Förderaufruf der Öko-Modellregion Nürnberg, Nürnberger Land und Roth (ÖMR) vom Oktober 2025 gingen zahlreiche Einreichungen ein. Ein Entscheidungsgremium, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Verwaltung, Erzeugung, Verarbeitung und des Handels, wählte daraus elf besonders vielversprechende Projektideen zur Förderung aus.

Für die Umsetzung stehen insgesamt 50 000 Euro zur Verfügung, wovon 90 Prozent aus Fördermitteln des Freistaats Bayern stammen. Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg, überreichte am Dienstag, 21. April 2026, Sebastian Lades und Monique Schindhelm das Förderschild für ihr Projekt der „SoLaWi Stadt, Land, Beides e. V.“, einer Initiative für solidarische Landwirtschaft in der Metropolregion Nürnberg. Die Übergabe war stellvertretend für die elf ausgezeichneten Projekte.

Mit den ÖMR-Mitteln ist eine umfassende Kampagne für Solidarische Landwirtschaft (Solawi) geplant. Solawi ist ein Modell, bei dem Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Landwirtinnen und Landwirte lokal zusammenarbeiten: Die Verbraucherseite sichert die Abnahme der Ernte und wird im Gegenzug oft in Produktion oder Organisation einbezogen. Ziel ist eine nachhaltige, ökologische und gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft. Die „SoLaWi Stadt, Land, Beides e. V.“ besteht seit 2016 und entstand unter Mitwirkung des Netzwerks Biometropole Nürnberg und der ÖMR.

Nürnbergs Umweltreferentin Britta Walthelm betont: „Die Resilienz und Lebensqualität unserer Stadt und Region zeigen sich in der Kreativität und Tatkraft unserer Lebensmittel- und Bildungslandschaft. Die Vielfalt der geförderten Projekte unterstreicht dies eindrucksvoll. Die Arbeit der Öko-Modellregion stärkt die Wertschöpfung in der gesamten Region  unabhängig vom jeweiligen Umsetzungsort.“

Die Ideen für die Ökoprojekte stammen von Produzentinnen und Produzenten, gemeinnützigen Initiativen und der Lebensmittelwirtschaft der ganzen Ökomodellregion. Sie sind so vielfältig wie die Menschen dahinter. Die Ideen umfassen Informationsangebote und -kampagnen, Infrastruktur für die klimaschonende und biodiversitätsfördernde Bewirtschaftung von Flächen, und innovative Ansätze der Verarbeitung und lokalen Vermarktung.

Die Umsetzung der Projekte erfolgt bis Sonntag, 20. September, das Projektmanagement der Ökomodellregion unterstützt die Projektträger dabei. Die geförderten Vorhaben nutzen das Budget für bioregionale Wertschöpfung im Jahr 2026 vollständig und tragen zur Stärkung der regionalen Wertschöpfung im Bereich biologischer Lebensmittel bei.

Weitere Informationen und Updates zu den Projekten unter: www.oekomodellregionen.bayern/nbg  

1 Anhang