Wie bleibt eine Gesellschaft handlungsfähig, wenn Meinungen auseinanderdriften, Debatten sich verhärten und Vertrauen verloren geht? Das Bildungszentrum Nürnberg (BZ) lädt in Kooperation mit dem zivilgesellschaftlichen Verein forum1.5 Mittelfranken zu einer Podiumsdiskussion am Donnerstag, 7. Mai 2026, um 19 Uhr ein. Unter dem Titel „Demokratie im Stresstest: Was uns in Zeiten von Rechtsruck und Fake News zusammenhält“ kommen Menschen aus Zivilgesellschaft, Bildung, Wissenschaft und Medienszene zusammen und diskutieren, wie Demokratie heute als Instrument zur Lösung gesellschaftlicher Konflikte und Transformationsaufgaben funktionieren kann – und wo sie unter Druck gerät. Die Veranstaltung ist unter bz.nuernberg.de unter der Kursnummer 21017 buchbar. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 4 Euro, Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich. Die Veranstaltung findet im Kuppelsaal des Nicolaus-Copernicus-Planetariums, Am Plärrer 41, statt.
Bei der Podiumsdiskussion sprechen miteinander: Dr. Carolin Lano, Medienwissenschaftlerin und Referentin für Nachhaltigkeit und Diversität an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, Mitra Sharifi-Neystanak, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Migrations- und Integrationsbeiräte Bayerns (AGABY) sowie des Migrantinnen- und Migrantenbeirats der Stadt Bamberg, Stephan Doll, Vorsitzender der Allianz gegen Rechtsextremismus, und Prof. Dr. André Bächtiger, Demokratieforscher am Institut für Sozialwissenschaften der Universität Stuttgart.
Es geht um Erfahrungen aus der Lebensrealität, um den Umgang mit Falschinformationen und Verschwörungserzählungen, um kulturelle und zivilgesellschaftliche Räume des Dialogs – und um neue Erzählungen, die verbinden statt zu spalten. Um den großen Herausforderungen der Gegenwart zu begegnen, braucht es gemeinsames Handeln über viele gesellschaftliche Bereiche hinweg. Fragen der ökologischen Transformation, der sozialen Gerechtigkeit oder der Zukunft der Energieversorgung lassen sich nur lösen, wenn demokratische Verständigung gelingt und gesellschaftlicher Zusammenhalt trägt.
Das Gespräch moderiert Jonas Miller, Redakteur beim Bayerischen Rundfunk. Die Podiumsdiskussion ist zugleich Auftakt des zweitägigen Zukunftsforums, das vom zivilgesellschaftlichen Verein forum1.5 Mittelfranken am Donnerstag und Freitag, 7. und 8. Mai, unter dem Motto „Demokratie im Fokus – Nachhaltigen Wandel gemeinsam gestalten“ organisiert wird.
Demokratie, Austausch und kulturelle Teilhabe
Das Bildungszentrum Nürnberg steht seit jeher für den Zugang zu Bildung und Wissen und für Meinungsfreiheit. Respekt, Offenheit und ein demokratisches Miteinander – für diese Werte engagiert sich die Organisation mit ihrem Angebot. Auch angesichts aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen wird es einmal mehr deutlich, wie wichtig es ist, diese Werte zu stärken und kontinuierlich Raum für Austausch, Orientierung und verschiedene Perspektiven zu schaffen. Die Einrichtungen des Bildungscampus Nürnberg fördern Begegnung und Diskussion und eröffnen Menschen die Möglichkeit, sich informiert und selbstbestimmt einzubringen. Das ist ein klares Zeichen für demokratische Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt – zusammen mit den Menschen in Nürnberg und mit dem Anspruch, Grundwerte nicht nur zu vermitteln, sondern sie erfahrbar zu machen, und sie dort entschlossen zu stärken, wo sie unter Druck geraten.
Genau das spiegelt sich in zahlreichen Angeboten des BZ wider, die den Diskurs fördern, Begegnung ermöglichen und Beteiligung eröffnen, wie zum Beispiel die Veranstaltungen zum Schwerpunkt „Demokratie im Gespräch“ go.nuernberg.de/demokratie sowie die Angebote aus dem Themenkomplex „Global denken. Lokal handeln“ go.nuernberg.de/MF2P5jLK. jos