Nr. 489 / 29.04.2026
Der Hitzeaktionsplan der Stadt Nürnberg hat sich bewährt und wird konsequent weitergeführt. Das ist das Fazit des aktuellen Sachstandsberichts, der am Mittwoch, 29. April 2026, im Umweltausschuss vorgestellt wurde. Seit 2022 ist der Hitzeaktionsplan ein wesentlicher Baustein der städtischen Strategie zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Er zielt darauf ab, die gesundheitlichen Risiken durch Hitzeereignisse wirksam zu reduzieren.
„Der Hitzeaktionsplan zeigt, dass wir in Nürnberg gut aufgestellt sind, um die gesundheitlichen Folgen zunehmender Hitzeereignisse zu bewältigen. Gleichzeitig machen die Erfahrungen deutlich, dass wir unsere Maßnahmen kontinuierlich weiterentwickeln und noch stärker vernetzen müssen“, erklärt Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit. „Hitzeschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe – von der Stadtverwaltung über soziale Einrichtungen bis hin zur Stadtgesellschaft.“
Der Hitzeaktionsplan (HAP) gliedert sich in kurzfristig wirksame Maßnahmen („HAP-akut“) und langfristig angelegte Strategien („HAP-präventiv“). Im aktuellen Bericht liegt der Fokus auf den bereits umgesetzten und weiterentwickelten Maßnahmen des HAP-akut. Diese zeigen, dass insbesondere eine breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit, der Ausbau der Trinkwasserversorgung im öffentlichen Raum sowie die Schaffung und Sichtbarmachung kühler Orte wichtige Beiträge zum gesundheitlichen Hitzeschutz leisten.
Ein zentrales Element ist die umfangreiche Informations- und Sensibilisierungskampagne, die sowohl digitale als auch analoge Kanäle nutzt, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Auch die Entwicklung einer interaktiven Karte mit inzwischen über 150 kühlen Orten im Stadtgebiet hat sich als erfolgreich erwiesen. Sie bietet den Bürgerinnen und Bürgern Orientierung und hilft, Aufenthaltsorte mit geringerer Hitzebelastung gezielt aufzufinden. Gleichzeitig wird der Zugang zu Trinkwasser kontinuierlich verbessert, unter anderem durch den Ausbau von Trinkbrunnen und Refill-Angeboten.
Die Zwischenbilanz zeigt zudem, dass weiterer Handlungsbedarf besteht. Insbesondere gilt es, die Kommunikation bei langanhaltenden Hitzewellen weiter zu verbessern, vulnerable Gruppen gezielter zu unterstützen und das Bewusstsein in der Bevölkerung für gesundheitliche Risiken durch Hitze zu stärken.
Langfristig wird angestrebt, kurzfristige Maßnahmen noch stärker mit stadtplanerischen Strategien zu verzahnen. Ziel ist eine klimaangepasste und lebenswerte Stadtentwicklung, in der gesundheitlicher Hitzeschutz fest verankert ist. let