Nr. 606 / 09.06.2026
Von Dienstag, 30. Juni, bis Freitag, 31. Juli 2026, lädt das Amt für Kultur und Freizeit (Kuf) alle Interessierten ein, sich an den Aktionstagen „Bäume für die Menschenrechte“ zu beteiligen. In Kooperation mit Partnern aus Kultur, Bildung und Zivilgesellschaft findet unter dem Motto „Menschenrechte im Stadtbild verwurzeln“ an ausgewählten Ginkgo-Bäumen in ganz Nürnberg ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm statt. Insgesamt zwölf Aktionen laden zum gemeinsamen Feiern sowie zur konstruktiven Auseinandersetzung mit Themen wie Antirassismus, den Rechten queerer Menschen und der Solidarität in der Gesellschaft ein. Die Teilnahme ist kostenfrei.
So können Besucherinnen und Besucher etwa am Sonntag, 12. Juli, ab 14.30 Uhr in der Kulturwerkstatt Auf AEG, Fürther Straße 244d, zum offenen Gesprächsraum „Shengo“ zusammenkommen. Bei einer äthiopischen Kaffeezeremonie diskutieren sie dort über das Zusammenleben in der Stadt. Wer lieber den direkten Austausch mit Menschen aus Politik und Gesellschaft sucht, hat am Dienstag, 21. Juli, ab 16 Uhr im Nachbarschaftshaus Gostenhof, Adam-Klein-Straße 6, beim Sommerfest des Integrationsrats die Möglichkeit zum konstruktiven Gespräch.
Im Kulturladen Loni-Übler-Haus, Marthastraße 60, stehen die Kinderrechte im Fokus: Am Freitag, 17. Juli, von 14 bis 17 Uhr können Kinder von 6 bis 12 Jahren dort anhand von vielfältigen Spielen und Aufgaben ihre Rechte kennenlernen. Die verschiedenen Aktionen der Initiative „Bäume für die Menschenrechte“ setzen ein wichtiges Zeichen für ein friedliches Miteinander, Respekt und eine offene Stadtgesellschaft, in der die Rechte aller Menschen geachtet werden. Sie geben Gelegenheit dazu, die Solidarität und den Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft wachsen zu lassen, zu erfahren und weiterzugeben.
„Bäume für die Menschenrechte“ ist eine gemeinsame Initiative von Kuf und Servicebetrieb Öffentlicher Raum der Stadt Nürnberg. Seit 2007 haben Initiativen, Firmen und Einzelpersonen insgesamt 86 Ginkgo-Bäume im Stadtgebiet gepflanzt. Jeder Baum ist einem der 30 Artikel der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ von 1948 gewidmet. Neben den Bäumen befinden sich Granitfindlinge, auf denen der ausgewählte Artikel auf Deutsch und in einer weiteren Sprache zu lesen ist. Die Bäume stehen durch ihre Langlebigkeit und ihre Widerstandsfähigkeit symbolisch für die Universalität und Unveräußerlichkeit der Menschenrechte und schaffen ein Bewusstsein für ihre Bedeutung. Sie sind lebendige Orte der Erinnerung, die Umwelt, Menschenrechtsbildung und Engagement miteinander verknüpfen. maj
Das gesamte Programm und Informationen zu den Baumpflanzinitiativen online unter
www.baeume-fuer-die-menschenrechte.de