Nr. 641 / 15.06.2026
Am Freitag, 12. Juni 2026, startet die Generalsanierung des denkmalgeschützten Altbaus der Ludwig-Uhland-Schule in der Uhlandstraße. Die WBG KOMMUNAL GmbH realisiert das Projekt im Auftrag der Stadt Nürnberg. Nach dem Umzug der Mittelschule in die sanierte Pilotyschule sowie der Grundschule in den angrenzenden Neubau beginnen die Arbeiten am historischen Schulgebäude aus der Gründerzeit. Die neue fünfzügige Mittelschule wird dann Platz für bis zu 625 Schülerinnen und Schüler bieten. Vorgesehen sind sechs Halbtagsklassen, 19 gebundene Ganztagsklassen sowie bis zu elf Mittlere-Reife-Klassen.
„Mit der Generalsanierung der Ludwig-Uhland-Schule investieren wir gezielt in die Zukunft der Bildungslandschaft in Nürnberg. Es entsteht ein moderner und leistungsfähiger Schulstandort, der gleichzeitig den historischen Charakter dieses besonderen Gebäudes bewahrt“, erklärt Oberbürgermeister Marcus König. Der 1908 errichtete Altbau prägt mit seiner grafischen Jugendstilgestaltung, den markanten Dachgiebeln und großzügigen Fensterflächen seit mehr als einem Jahrhundert das Stadtbild im Nürnberger Norden. Ziel der Generalsanierung ist es, die historische Substanz dauerhaft zu sichern und gleichzeitig eine moderne, barrierefreie und energieeffiziente Lernumgebung zu schaffen. Die Fertigstellung des sanierten Altbaus ist für Herbst 2028 vorgesehen.
Das Projekt wurde auf Grundlage der städtischen Leitlinien für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen geplant: Die gesamte Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und Elektroinstallation inklusive EDV werden erneuert, neue Fenster eingebaut sowie die Dachflächen vollständig neu eingedeckt. Vorgesehen sind auch Innendämmungen und ein außenliegender Sonnenschutz: Zudem erhält das Gebäude eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Die historische Fassadengestaltung bleibt erhalten und wird denkmalgerecht restauriert. „Die Ludwig-Uhland-Schule ist seit Generationen ein wichtiger Ort des Lernens und des Miteinanders im Nürnberger Norden. Mit der Sanierung bewahren wir ein identitätsstiftendes Gebäude und schaffen gleichzeitig beste Bedingungen für kommende Schülergenerationen“, betont Dr. Nasser Ahmed, Bürgermeister für Wohnen, Bauen und Stadtentwicklung.
Auch die ursprüngliche helle Farbgebung wird wiederhergestellt. Ergänzend sind Fassadenbegrünungen mit Rankgerüsten vorgesehen. Die Wärmeversorgung erfolgt weiterhin über Fernwärme. Eine besondere Herausforderung ist die Sanierung der historischen Stahlbetonrippendecken. Diese werden auf Grundlage umfangreicher Untersuchungen behutsam instandgesetzt und statisch ertüchtigt. Künftig entstehen im Altbau unter anderem neue Fachräume, moderne Unterrichtsbereiche sowie großzügige Ganztagsflächen. Die Grundschule wird bereits im benachbarten Neubau unterrichtet. „Die Anforderungen an moderne Schulen haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Mit der Generalsanierung schaffen wir zeitgemäße Lernräume, die pädagogische Vielfalt ermöglichen und den Bedürfnissen eines modernen Schulalltags gerecht werden“, sagt Cornelia Trinkl, Referentin für Bildung.
Auch die Außenanlagen werden vollständig neugestaltet. Geplant sind Bewegungs- und Ruhebereiche für unterschiedliche Altersgruppen, ein neuer Allwetterplatz, Spiel- und Fitnessangebote sowie ein Verkehrsübungsplatz. Der bestehende Baumbestand bleibt weitgehend erhalten. Die historische Turmuhr aus dem Jahr 1910 wird restauriert und technisch überholt. Parallel dazu werden die Dachflächen einschließlich der Türme saniert. „Eine Generalsanierung dieses Umfangs an einem denkmalgeschützten Schulgebäude verlangt große Sorgfalt und eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. Unser Ziel ist es, den historischen Bestand behutsam zu modernisieren und gleichzeitig eine nachhaltige und funktionale Lernumgebung für kommende Generationen zu schaffen“, betont Ralf Schekira, Geschäftsführer der WBG KOMMUNAL GmbH. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 48,9 Millionen Euro. maj