Nr. 662 / 18.06.2026
Die Stadt Nürnberg hält an der Umsetzung ihrer kommunalen Wärmeplanung fest und treibt die Vorbereitungen für konkrete Projekte in den Quartieren weiter voran. Auch wenn das KfW-Förderprogramm „Energetische Stadtsanierung“ aufgrund ausgeschöpfter Mittel derzeit keine neuen Förderanträge mehr zulässt, werden die Arbeiten in den Fokusgebieten, wie etwa der Gartenstadt, fortgesetzt.
Bürgermeister Dr. Nasser Ahmed betont: „Die kommunale Wärmeplanung darf nicht an kurzfristig geschlossenen Förderfenstern hängen. Wenn Bund und Länder von den Kommunen erwarten, dass sie die Wärmewende konkret in die Quartiere bringen, dann brauchen wir dafür verlässliche Förderkulissen. Nürnberg bereitet seine Projekte weiter vor, damit wir handlungsfähig sind, sobald wieder Mittel verfügbar sind.“ Die identifizierten Fokusgebiete bleiben fachlich sinnvoll und wichtig. Nürnberg bereitet die nächsten Umsetzungsschritte deshalb konsequent vor und schafft die Voraussetzungen, um unmittelbar antrags- und umsetzungsfähig zu sein, sobald das Förderprogramm wieder geöffnet oder neue Mittel bereitgestellt werden.
Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit, erläutert: „Das Förderprogramm leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung, indem es den Transfer von strategischen Konzepten in konkrete Projekte vor Ort unterstützt. Der integrierte Quartiersansatz schafft dabei die Grundlage, Energieversorgung, Mobilität, Gebäudestrukturen, energetische Sanierung, Klimaanpassung sowie soziale und wirtschaftliche Rahmenbedingungen gemeinsam zu betrachten. Auf diese Weise können quartiersspezifische, nachhaltige und wirksame Lösungen entwickelt und umgesetzt werden.“
Für Nürnberg steht dabei nicht nur der Klimaschutz im Mittelpunkt. Die Wärmewende muss aus Sicht der Stadt zugleich wirtschaftlich tragfähig sein und langfristig zu einer sicheren und bezahlbaren Energieversorgung beitragen. Die Entwicklung zukunftsfähiger Wärmelösungen in den Quartieren ist daher auch ein wichtiger Beitrag zu einem bezahlbaren Nürnberg.
Parallel prüft die Stadtverwaltung, ob für einzelne Projektbausteine alternative Förderzugänge genutzt werden können. Dazu gehört insbesondere die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze. Gleichwohl bleibt das ausgesetzte KfW-Programm aus Sicht der Stadt ein besonders geeignetes Instrument, weil es die unterschiedlichen Herausforderungen vor Ort ganzheitlich zusammenführt. maj