Nr. 687 / 25.06.2026
Der Verkehrsausschuss hat in seiner Sitzung am heutigen Donnerstag, 25. Juni 2026, die Sanierung der Straßenbahngleise zwischen Fürther Tor und Hallertorbrücke beschlossen. Die Planungen erfolgen in enger Abstimmung mit der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg. Zusätzlich wird die Haltestelle „Obere Turnstraße“ weiter barrierefrei ausgebaut und verbreitert. Die Umsetzung erfolgt im Zuge der Neugestaltung des Plärrers; das Planfeststellungsverfahren hierfür befindet sich kurz vor dem Abschluss.
Bei der notwendigen Sanierung der Straßenbahngleise werden die Gleisradien angepasst, sodass die Kurven der Schienen gleichmäßiger verlaufen. Dies sorgt nicht nur für weniger Verschleiß sondern auch für eine ruhigere Fahrt und damit einen höheren Fahrgastkomfort. Zusätzlich werden die Straßenbahngleise optisch und baulich von der Fahrbahn getrennt. „Gefährliche Wendemanöver über die Straßenbahngleise sollen durch ein Hochbord mit Pfosten auf Höhe der Prateranlage verhindert werden, um Unfälle und Verspätungen der Straßenbahn zu vermeiden,“ sagt Bürgermeister Andreas Krieglstein.
An der Haltestelle „Obere Turnstraße“ halten die Straßenbahnlinien 4, 6 und 10 sowie die Buslinie 36. Viele Schülerinnen und Schüler steigen dort aus, um zur Wilhelm-Löhe-Schule in der Deutschherrenstraße zu gelangen. Damit zukünftig mehr Platz für die wartenden und aussteigenden Fahrgäste zur Verfügung steht, wird die Haltestelle verbreitert. Zusätzlich ermöglicht der barrierefreie Ausbau allen, selbstständig mobil zu sein und erhöht gleichzeitig die Sicherheit: Bordsteine werden für ein niveaugleiches Ein- und Aussteigen angehoben und Blindenleitsysteme an der Haltestelle erleichtern die Orientierung für Menschen mit Sehbehinderungen. Die Planung erfolgte in enger Abstimmung mit dem Behindertenrat der Stadt Nürnberg. Bei den Bauarbeiten werden 122 Quadratmeter Fläche entsiegelt und drei Bäume gepflanzt.
„Wir modernisieren die Straßenbahninfrastruktur vom Plärrer bis zur Hallertorbrücke und machen auch diesen Bereich fit für die Zukunft,“ fasst Bürgermeister Andreas Krieglstein zusammen. Die Sanierung leistet einen wichtigen Beitrag, Nürnberg schrittweise inklusiver zu gestalten. Sie ist Teil des Nürnberger Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). tom
Weitere Informationen zum Nürnberger Aktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK unter inklusion.nuernberg.de.