Nr. 694 / 26.06.2026
Ein verirrtes Wildschwein hat am Donnerstag, 25. Juni 2026, auf dem Nürnberger Südfriedhof für Erstaunen gesorgt. Mehrere Besucherinnen und Besucher sowie Mitarbeitende hatten das Tier auf dem Gelände gesichtet. Aus Vorsichtsgründen hatte die Friedhofsverwaltung vorübergehend die Eingänge gesperrt. Trauerfeiern und Beisetzungen konnten jedoch weiterhin wie geplant stattfinden.
Es scheint sich um einen Einzelgänger zu handeln. Bislang hat das Tier keine Beschädigungen verursacht. Da Wildschweine Menschen in der Regel meiden und sich tagsüber bevorzugt in ruhige, geschützte Bereiche zurückziehen, haben die Verantwortlichen entschieden, den Südfriedhof am heutigen Freitag, 26. Juni, wieder regulär ab 7 Uhr zu öffnen. Zudem informieren Hinweistafeln die Besucherinnen und Besucher über das richtige Verhalten gegenüber dem ungewöhnlichen Gast.
Wichtig ist: Wildschweine können aggressiv reagieren, wenn sie sich bedrängt fühlen oder erschreckt werden. Besucherinnen und Besucher werden daher gebeten, auf den Wegen zu bleiben, großen Abstand einzuhalten und sich dem Tier keinesfalls zu nähern. Das Wildschwein darf weder gefüttert noch fotografiert werden.
Warum das Wildschwein auf das Friedhofsgelände gelangte, ist weiter unklar. In den vergangenen Jahren wurden immer wieder Wildschweine in Siedlungsgebieten und auf öffentlichen Anlagen in Nürnberg gesichtet. Die Tiere suchen dort häufig nach Nahrung oder geraten auf ihren Wanderungen in bebaute Bereiche. let