Nr. 757 / 09.07.2026
Lesen, schreiben, diskutieren und gemeinsam Literatur erleben: Die texttage.nuernberg laden von Donnerstag bis Sonntag, 16. bis 19. Juli 2026, erneut zu vier Tagen voller literarischer Begegnungen ein. Das Festival des Bildungszentrums und der Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg bringt renommierte Autorinnen und Autoren, die regionale Literaturszene, ambitionierte Schreibende und Lesebegeisterte zusammen. Auf dem Programm stehen Lesungen, Schreib- und Comicworkshops, Literaturgespräche, ein Konzert sowie der textualienmarkt mit zahlreichen kostenfreien Mitmachaktionen, Infosessions und Mini-Workshops. Gastland ist in diesem Jahr die Tschechische Republik. Das vollständige Programm ist unter texttage.nuernberg.de abrufbar.
Eröffnung mit Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Nava Ebrahimi
Eröffnet werden die texttage.nuernberg am Donnerstag, 16. Juli, um 19 Uhr in der Katharinenruine mit einer Lesung der Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Nava Ebrahimi. Sie liest aus ihrem für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman „Und Federn überall“, spricht über die Entstehung des vielstimmigen Gesellschaftsromans und gibt Einblicke in ihren Schreibprozess.
Meisterklassen: Schreiben lernen von Autorinnen und Autoren
Im Zentrum der texttage.nuernberg stehen die Meisterklassen. Renommierte Autorinnen und Autoren geben in Lesungen und Workshops Einblicke in ihre Arbeit und vermitteln Anregungen für das eigene Schreiben. In diesem Jahr leiten unter anderem Karen Köhler, Jaroslav Rudiš, Miku Sophie Kühmel, Tomer Gardi, Lana Lux, Martin Piekar, Mia Oberländer und Štěpánka Jislová die Schreib- und Comicworkshops. Während die Workshops bereits nahezu vollständig ausgebucht sind, bieten die Lesungen Gelegenheit, die Autorinnen und Autoren sowie ihre Werke kennenzulernen. Ergänzt werden die Meisterklassen durch die text.talks, die zu intensiven Literaturgesprächen in kleiner Runde einladen.
Gastland Tschechien: Literatur im Dialog
Mit der Tschechischen Republik rücken die texttage.nuernberg 2026 die Literatur des Nachbarlands in den Fokus. Lesungen, Gespräche und Comic-Veranstaltungen zeigen die Vielfalt der zeitgenössischen tschechischen Literatur. Autorinnen und Autoren aus Mittelfranken und Prag begegnen sich zudem in Schreib-Tandems und präsentieren ihre gemeinsam entwickelten Texte auf dem textualienmarkt.
textualienmarkt: regionale Literaturszene zum Mitmachen
Herzstück des Festivalwochenendes ist der textualienmarkt am Samstag und Sonntag, 18. und 19. Juli, jeweils von 13 bis 18 Uhr auf der Fläche zwischen der Katharinenruine und der Stadtbibliothek. Mehr als 50 kostenfreie Veranstaltungen laden dazu ein, die regionale Literaturszene kennenzulernen. Autorinnen und Autoren, Verlage, Vereine und Berufsverbände gestalten das Programm selbst – mit Kurzlesungen, Diskussionen, Mini-Workshops, Schreibaktionen und Mitmachangeboten für alle Altersgruppen. Wer selbst schreibt oder sich für Literatur interessiert, findet hier außerdem Informationen zu Selfpublishing, Lektorat, Verlagsarbeit und weiteren Themen rund ums literarische Schreiben. Der textualienmarkt ist zugleich Treffpunkt zum Vernetzen und Entdecken.
Konzert mit Vronsy
Den musikalischen Abschluss des Samstags gestaltet die Nürnberger Singer-Songwriterin Vronsy. Gemeinsam mit ihrer Band bringt sie Indie-Pop, Soul und erste Einblicke in ihr kommendes Debütalbum auf die Bühne der Katharinenruine.
Karten
Der Eintritt für die Lesungen beträgt 8 Euro, für die Festivaleröffnung, die text.talks sowie das Konzert jeweils 15 Euro. Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich. Der textualienmarkt ist an beiden Tagen kostenfrei zugänglich. Das vollständige Programm und alle Informationen gibt es unter texttage.nuernberg.de.
Literatur als Ort des Austauschs
Respekt, Offenheit und ein demokratisches Miteinander prägen die Arbeit des Bildungszentrums und der Stadtbibliothek Nürnberg. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Veränderungen schaffen sie Räume für Austausch, Wissen, Orientierung und kulturelle Teilhabe. Die texttage.nuernberg sind ein zentraler Bestandteil dieses Engagements. Sie machen Literatur als Ort des Dialogs und der Auseinandersetzung erlebbar und laden dazu ein, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Gemeinsam mit weiteren Formaten wie der Reihe „Bücher, die Angst machen“, dem Themenschwerpunkt „Mitreden“ ab September 2026 sowie Veranstaltungen aus dem Bereich „Demokratie im Gespräch“ setzen Bildungszentrum und Stadtbibliothek ein Zeichen für demokratische Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt. jos