Nr. 753 / 08.07.2026
Die Blaue Nacht 2027 gibt bereits in diesem Jahr erste Impulse: Mit dem Aufruf zum Internationalen Kunstwettbewerb sind Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt eingeladen, sich für die kommende Ausgabe des Nürnberger Kulturfestivals zu bewerben. Neu eingeführt wird ein Residenzstipendium der zumikon-Stiftung. Die Bewerbungsfrist endet am Freitag, 31. Juli 2026.
Die Blaue Nacht zählt seit über 25 Jahren zu den bedeutendsten Kulturveranstaltungen Nürnbergs und markiert biennal den Auftakt der Festivalsaison. Sie verbindet große und kleine Kulturinstitutionen der Stadt mit einem umfangreichen Programm im öffentlichen Raum und zieht regelmäßig ein breites Publikum in die Nürnberger Altstadt.
Seit 2005 ist der international ausgeschriebene Kunstwettbewerb ein zentraler Bestandteil der Blauen Nacht. Eine fachkundig besetzte Jury wählt künstlerische Positionen aus allen Bereichen der Bildenden Kunst aus – darunter Medien- und Lichtkunst, Installationen, Performance, partizipative und interaktive Formate. Die ausgewählten Projekte werden während der Blauen Nacht 2027 in der Nürnberger Altstadt präsentiert.
Für die Realisierung der Arbeiten stehen ein Preisgeld von jeweils 1 500 Euro sowie ein Produktionsbudget von bis zu 4 500 Euro pro Projekt zur Verfügung. Neu ist zudem ein Residenzangebot der zumikon-Stiftung: Erstmals erhält eine ausgewählte Künstlerin oder ein Künstler bei dem Kunstwettbewerb die Möglichkeit, für vier Wochen in Nürnberg zu arbeiten. Die Förderung umfasst ein Residenzstipendium in Höhe von 2 000 Euro sowie die Nutzung des Residenzstudios der Stiftung.
Die Blaue Nacht 2027 steht unter dem Motto „Der Sonne so nah“. Inspiriert vom Ikaros-Mythos eröffnet das Thema vielfältige Assoziationsräume rund um Kreativität, Aufbruch, Risiko und gesellschaftliche Transformation. Vor dem Hintergrund rasanter technologischer und gesellschaftlicher Entwicklungen wird die Erzählung zu einer starken Metapher für unsere Gegenwart. Der Wettbewerb greift diese hochaktuellen Fragen auf und lädt zu künstlerischen Reflexionen ein.
Für die künstlerischen Arbeiten stehen zahlreiche außergewöhnliche Orte in der Nürnberger Altstadt zur Verfügung – darunter historische Säle des Rathauses, sakrale Räume, Innenhöfe, Gartenanlagen sowie besondere Architektur- und Medienkunststandorte. Bewerberinnen und Bewerber können bevorzugte Orte angeben; die finale Zuweisung erfolgt durch die Jury.
Die Jury des Kunstwettbewerbs 2027 setzt sich aus Expertinnen und Experten der Bereiche Kunst, Architektur, Medienkunst und Kulturvermittlung zusammen. Sie wird ergänzt durch Vertreterinnen und Vertreter des Projektbüros Kultur.
Unter go.nuernberg.de/kunstwettbewerb sind weitere Informationen zur Bewerbung sowie zu den Teilnahmebedingungen abrufbar. ja