Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 761 / 10.07.2026

„Immobiliennetzwerk Innenstadt“: Zukunft des Handels im Fokus

Am Donnerstag, 2. Juli 2026, kamen rund 50 Eigentümerinnen und Eigentümer aus der Nürnberger Innenstadt auf Einladung der Stadt Nürnberg, der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken (IHK) sowie der Handwerkskammer für Mittelfranken zu einer weiteren Veranstaltung des „Immobiliennetzwerks Innenstadt“ zusammen. Das vom Stab Innenstadt im Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat der Stadt Nürnberg initiierte Austauschformat richtet sich gezielt an Immobilieneigentümerinnen und -eigentümer in den zentralen Einkaufsstraßen. Ziel des Dialogs ist es, aktuelle Herausforderungen offen zu diskutieren, Perspektiven aufzuzeigen und gemeinsam ein attraktives, lebendiges und zukunftsfähiges Stadtzentrum zu entwickeln.

Dr. Andrea Heilmaier, Wirtschafts- und Wissenschaftsreferentin der Stadt Nürnberg, sagt: „Mit dem Immobiliennetzwerk setzen wir den zuletzt erfolgreich aufgebauten und bewährten engen Dialog mit den Eigentümerinnen und Eigentümern konsequent fort. Gerade vor dem Hintergrund der Veränderungen im Handel ist dieser Austausch wichtiger denn je. Nur gemeinsam können wir Leerstände gezielt angehen, neue Nutzungsperspektiven entwickeln und die Rahmenbedingungen schaffen, damit unsere Innenstadt auch künftig attraktiv, lebendig und wirtschaftlich erfolgreich ist.“

Marc Städtler, Co-Vorsitzender des IHK-Gremiums Stadt Nürnberg und Vizepräsident der IHK Nürnberg für Mittelfranken, sagt: „Die Innenstadt der Zukunft lebt vom Zusammenspiel vieler Faktoren: attraktiver Handel, lebendige Plätze, vielfältige Nutzungen und eine klimagerechte Gestaltung des öffentlichen Raums. Begrünung, intelligente Wasserführung und mehr Aufenthaltsqualität machen Innenstädte lebenswerter – und damit auch wirtschaftlich erfolgreicher. Genau diese Perspektiven wollen und müssen wir gemeinsam mit den Eigentümerinnen und Eigentümern weiterentwickeln.“

Dr. Rainer-Johannes Wolf, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Mittelfranken, sagt: „Eine lebendige Innenstadt lebt nicht allein vom Einzelhandel, sondern ebenso vom Handwerk. Bäckereien, Metzgereien, Goldschmieden oder Maßschneidereien schaffen Nahversorgung, Aufenthaltsqualität und regionale Identität. Deshalb sollte das Handwerk bei der Entwicklung neuer Nutzungskonzepte und der Vergabe von Gewerbeflächen im Stadtzentrum mitgedacht werden. Gerade auch innovative Konzepte wie Pop-up-Flächen bieten die Chance, handwerkliche Qualität und Kreativität sichtbar zu machen. So entstehen attraktive und vielfältige Innenstädte, die Menschen dauerhaft anziehen.“

Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung standen die Zukunft des Handels und die daraus resultierenden Anforderungen an Innenstädte und Immobilien. Die renommierte Handels-Zukunftsforscherin Theresa Schleicher gab Einblicke in aktuelle Trends und Entwicklungen des stationären Einzelhandels und zeigte auf, welche Chancen sich daraus für die Weiterentwicklung urbaner Zentren und damit auch für die Nürnberger Innenstadt ergeben.

Theresa Schleicher, Handels-Zukunftsforscherin, sagt dazu: „Erfolgreiche Stadtzentren verbinden abwechslungsreiches Einkaufen mit Gastronomie, Kultur, Alltag, Geschichte und Gemeinschaft. Nürnberg ist hier auf dem besten Weg und setzt an vielen Stellen auf genau diesen vielfältigen Nutzungsmix. Entscheidend wird sein, die Innenstadt konsequent mit den richtigen Handelsformaten weiterzuentwickeln und neue attraktive Konzepte zu schaffen. Nürnberg bringt dafür viele Voraussetzungen mit und hat die Chance, seine Innenstadt als lebendiges Zentrum für die Menschen in der Region zu stärken.“

Neben dem Impulsvortrag bot die Veranstaltung Informationen zu baurechtlichen Rahmenbedingungen sowie zu Möglichkeiten, leerstehende Flächen temporär oder dauerhaft neuen Nutzungen zuzuführen. Darüber hinaus hatten die Eigentümerinnen und Eigentümer Gelegenheit, aktuelle Anliegen und Fragestellungen direkt mit verschiedenen städtischen Fachdienststellen zu diskutieren.

Seit Februar 2024 setzt der Stab Innenstadt als zentrale Anlaufstelle und Interessenvertretung für die Nürnberger Innenstadt die vom Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat gestartete Zukunftsinitiative Innenstadt um. Gemeinsam mit den verschiedenen Geschäftsbereichen der Stadtverwaltung sowie den Innenstadtakteuren arbeitet das Team kontinuierlich daran, die Innenstadt als attraktiven Wirtschafts-, Aufenthalts- und Erlebnisort weiterzuentwickeln.

Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt dabei auf dem aktiven Leerstands- und Ansiedlungsmanagement. Ziel ist es, Eigentümerinnen und Eigentümer mit interessierten Unternehmen zusammenzubringen, Zwischennutzungen zu ermöglichen und neue Konzepte für leerstehende Flächen zu entwickeln. Ergänzt wird dieser Ansatz durch die gezielte Ansprache neuer Marken und Unternehmen sowie die kontinuierliche Überprüfung bestehender Regelungen, um diese an aktuelle Anforderungen anzupassen. Zu den jüngsten Maßnahmen gehören zudem verschiedene städtische Baumaßnahmen zur Aufwertung des öffentlichen Raums, etwa in der Breiten Gasse, am Obstmarkt oder in der Königstraße.    let

Weitere Informationen zu aktuellen Projekten in der Nürnberger Innenstadt sowie zum Stab Innenstadt unter: nuernberg.de/internet/innenstadt/.