Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 779 / 15.07.2026

Bardentreffen 2026: Nürnberg und Nizza machen gemeinsam Musik auf der MUZ-Bühne

Eigentlich gehört die Bühne der Musikzentrale e. V. (MUZ) beim Bardentreffen den Bands aus der Region. Doch von Freitag bis Sonntag, 31. Juli bis 2. August 2026, wird sie erneut auch zum Treffpunkt zweier Partnerstädte: Zum zweiten Mal ist ein musikalisches Austauschprojekt zwischen Nürnberg und Nizza Teil des Programms. Insgesamt präsentiert die Musikzentrale 16 Bands sowie Musikerinnen und Musiker auf der Bühne am Lorenzer Platz.

Durch die im vergangenen Jahr entstandene Kooperation zwischen der MUZ und der Abteilung Internationales, Protokoll und Veranstaltungen der Stadt Nürnberg wird erneut ein internationales Musik- und Austauschprojekt mit Künstlerinnen und Künstlern aus Nürnberg und Nizza in das ansonsten aus lokalen Bands bestehende Programm eingebettet. 

In diesem Jahr entwickelt die Nürnberger Creative-Jazz-Band Appaloosa gemeinsam mit den Musikerinnen und Musikern aus Nizza, der Singer-Songwriterin Yona und dem Keyboarder Pietro de Lillo, ein gemeinsames Set für die MUZ-Bühne am Lorenzer Platz. Das Duo aus Nizza wurde durch den Austausch mit den Kulturakteurinnen und Kulturakteuren der renommierten Veranstaltungsorganisation Panda Events vermittelt. Die Sängerin und der Keyboarder reisen eine Woche vor dem Festival nach Nürnberg und entwickeln gemeinsam mit Appaloosa im Studio der Musikzentrale ein Programm, mit dem sie beim Weltmusikfestival eine musikalische Brücke zwischen Nürnberg und Nizza schlagen. Der künstlerische Austausch soll neue Perspektiven eröffnen, indem kulturelle und musikalische Einflüsse aus beiden Partnerstädten miteinander in Dialog treten und zu etwas Neuem zusammenfließen. Die jungen Musikerinnen und Musiker wohnen während des Projekts gemeinsam im Heilig-Geist-Spital, um auch außerhalb des Proberaums Zeit miteinander zu verbringen. Die Kooperation wird im Herbst 2026 mit einem gemeinsamen Konzert in Nizza fortgesetzt.

Yona (Nizza)
Yona ist eine 22-jährige Sängerin, Songwriterin und Performerin aus Nizza. In ihrer Musik verbindet sie Einflüsse aus Pop und R&B und fügt eine Prise theatralischen Flairs hinzu. Zwischen Musical und Cabaret gestaltet sie Auftritte, die von Emotionen, Geschichten und ihrer großen Leidenschaft für die Bühne getragen werden. Nach ihrem Masterabschluss im Fach Gesang (Vocal Performance) am Institute of Contemporary Music Performance (ICMP) in London setzte sie ihren künstlerischen Weg mit Live-Auftritten, Musicalproduktionen und der Weiterentwicklung ihres eigenen Musikprojekts fort. 2024 veröffentlichte sie mit „Mazette“ ihre Debütsingle und eröffnete damit ein persönliches musikalisches Universum, das Verletzlichkeit, Energie und spielerische Ehrlichkeit miteinander verbindet. Derzeit arbeitet sie an ihrer Debüt-EP „Heal“, die noch in diesem Jahr erscheinen soll.

Pietro de Lillo (Nizza)
Pietro de Lillo ist ein 26-jähriger Keyboarder, Songwriter und Produzent, der heute in Nizza lebt und seine Wurzeln in Neapel hat. Die Einflüsse seiner Heimatstadt prägen seinen musikalischen Hintergrund maßgeblich. Seine Musik verbindet typische neapolitanische Harmonien und Rhythmen mit Genres wie Hip-Hop, Disco, Progressive Rock, Pop, Klassik und Jazz. An Projekten wie Licola Beats, Funkincasa und Jerrycans war er bislang als Songwriter, Keyboarder und Produzent beteiligt.

Appaloosa (Nürnberg)
Der Sound von Appaloosa ist mutig, verspielt und abenteuerlustig. Das Trio besteht aus Saxofon (Sandrine Ramamonjisoa), Electronics und Vibrafon (Paul Laga) sowie Schlagzeug (Nikolas Sieß). In den eigenwilligen Kompositionen von Sandrine Ramamonjisoa trifft intuitive Improvisation auf ausgeklügelte Arrangements. Sie bewegen sich zwischen Sprunghaftigkeit und langem Atem, immer im lebendigen Austausch. Appaloosas „Bubblegum Jazz“ zeichnet sich durch Stücke aus, die eingängig und spielerisch klingen, sich bei genauerem Hinhören jedoch als komplex und detailreich erweisen. So entsteht ein zeitgemäßer Sound, der im Creative Jazz verwurzelt ist, von Hip-Hop, Trap und madagassischer Musik inspiriert wird und Neugier weckt.

Das Bardentreffen, veranstaltet vom Projektbüro im Geschäftsbereich Kultur der Stadt Nürnberg, feiert in diesem Jahr sein 50. Jubiläum. Die Musikzentrale kuratiert die Bühne am Lorenzer Platz bereits seit mehr als 20 Jahren. Die Förderung des Artist-in-Residence-Projekts erfolgt durch die Kost-Pocher‘sche Stiftung, die von der Stiftungsverwaltung der Stadt Nürnberg verwaltet wird.    jos