Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 786 / 16.07.2026

Sonderpreis Fairtrade der Stadt Nürnberg: Jury hat Preisträger ausgewählt

Die Jury für den erstmals ausgelobten Sonderpreis Fairtrade der Stadt Nürnberg hat über die eingegangenen Bewerbungen entschieden. Den Hauptpreis in Höhe von 1 500 Euro erhält Mission EineWelt für den interaktiven Konsumkrimi „Was geschah mit Nora Grün?“. Der Preis wurde anlässlich 15 Jahre Fairtrade-Stadt Nürnberg im letzten Jahr ins Leben gerufen. Er ist mit insgesamt 2 000 Euro dotiert. Mit dem Preis würdigt die Stadt Initiativen, Vereine, Organisationen und Schulen, die sich mit ihrem Engagement für faire Handelsstrukturen einsetzen. Der Sonderpreis ergänzt den Umweltpreis der Stadt Nürnberg und wird bei der Preisverleihung am Freitag, 2. Oktober 2026, ab 18 Uhr im Künstlerhaus überreicht.

„Der Sonderpreis Fairtrade macht sichtbar, wie vielfältig das Engagement für globale Gerechtigkeit in Nürnberg ist. Die ausgezeichneten Projekte zeigen eindrucksvoll, dass fairer Handel nicht nur weltweit Wirkung entfaltet, sondern auch vor Ort Menschen bewegt und zum Mitmachen anregt“, sagt Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg.

Der interaktive Konsumkrimi der Mission EineWelt „Was geschah mit Nora Grün?“ vermittelt als Bildungsangebot Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf spielerische Weise die globalen Zusammenhänge der Smartphone-Produktion. Die Teilnehmenden begeben sich auf die Spurensuche nach einer verschwundenen Unternehmerin und setzen sich dabei mit Rohstoffabbau, Lieferketten, Arbeitsbedingungen sowie den Möglichkeiten eines fairen und nachhaltigen Konsums auseinander. Die Jury würdigt das innovative Bildungsformat, das globales Lernen mit Escape-Game-Elementen verbindet und Menschen dazu anregt, das eigene Konsumverhalten kritisch zu reflektieren.

Mit jeweils 250 Euro werden außerdem die Berufliche Oberschule Nürnberg sowie das Johannes-Scharrer-Gymnasium ausgezeichnet. Beide Schulen überzeugten die Jury mit ihren praxisnahen Aktivitäten und ihrem besonderen Einsatz für den fairen Handel. Sie zeigen, wie Fairtrade im Schulalltag gelebt und junge Menschen für globale Verantwortung sensibilisiert werden können.

Eine Anerkennungsurkunde erhält die Bäckerei Imhof. Die Nürnberger Vollkorn-Bäckerei hat in Kooperation mit dem Weltladen Fenster zur Welt bereits 2011 den weltweit ersten bio-fairen Elisen-Lebkuchen kreiert und im letzten Jahr nochmals weiterentwickelt. Für dieses Gebäck sowie weitere Backwaren verwendet der Familienbetrieb fair gehandelten Mascobado-Zucker und Zotter-Fairtrade-Schokolade sowie faire Gewürze und Haselnüsse, wodurch ökologischer Anbau mit fairem Handel und regionaler Produktion verbunden wird.    let