Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 791 / 16.07.2026

„well:come“ – drei Kulturvormittage für Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung 

Zum sechsten Mal hat die Stabsstelle Kinderkultur im Amt für Kultur und Freizeit in Zusammenarbeit mit dem Bildungsreferat und dem Referat für Jugend, Familie, Senioren und Soziales vielfältige Kulturvormittage für Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung und geringen Deutschkenntnissen organisiert. Bei „well:come“ waren von Dienstag bis Donnerstag, 14. bis 16. Juli 2026, 504 Schülerinnen und Schüler aus 22 Nürnberger Grund-, Mittel-, Förder- und Berufsschulen zu Gast in der Kulturwerkstatt Auf AEG. Damit verzeichnet das Projekt einen neuen Anmelderekord, der den großen Bedarf an kulturellen Angeboten für Integrations-, Brücken- und Deutschlernklassen unterstreicht. Die Teilnahme an den Projekttagen ist für alle Gruppen kostenfrei.

Natur gestalten, Gemeinschaft wachsen lassen

Unter dem Motto „Wachsen im Garten – Gartenkünste“ diente die Natur als verbindende Sprache, die allen Teilnehmenden, unabhängig von Herkunft oder Sprachkenntnissen, einen intuitiven Zugang zum Programm ermöglichte. In Workshops mit lokalen Kunst- und Kulturschaffenden entstanden Naturcollagen, mediale Gartenwelten, botanische Gelli-Prints und Stop-Motion-Animationen. Auf der Bühne lud die Showkünstlerin Mona zu einer interaktiven Zirkusperformance ein und die Tanzschule „Mind and Dance“ mit drei Choreografien auf einen Streifzug durch die menschliche Natur. Zwischendurch konnten die Gruppen bei einer Pause mit sanften Bewegungen zu beruhigender Musik entspannen.

Oberbürgermeister Marcus König betont: „Die ‚well:come‘ Kulturvormittage zeigen eindrucksvoll, wie Kunst, Kultur und Natur Brücken bauen – über Sprachbarrieren hinweg. Gerade für Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung und geringen Deutschkenntnissen sind zusätzliche Kultur- und Bewegungsangebote ein wichtiger Baustein für Bildung und Teilhabe.“ Bildungsreferentin Cornelia Trinkl ergänzt: „Bildung umfasst weit mehr als den Unterricht im Klassenzimmer. Kulturelle Angebote wie ‚well:come‘ fördern Kreativität, Selbstvertrauen und gemeinsames Lernen. Dass das Interesse Jahr für Jahr wächst, bestätigt den hohen Stellenwert für die Schulen.“

Zusätzlich zu den Kulturvormittagen finden nach den Sommerferien in vier Nürnberger Kinder- und Jugendhäusern weitere Kulturangebote statt. Sie stehen allen Besucherinnen und Besuchern der Einrichtungen offen, darunter ganz besonders auch Kindern und Jugendlichen aus benachbarten Unterkünften für Geflüchtete. Jugendreferentin Elisabeth Ries hebt hervor: „Die Angebote der kulturellen Bildung in den Kinder- und Jugendhäusern schaffen neue Räume für Begegnung. Das gemeinsame kreative Arbeiten stärkt das Miteinander in unserer demokratischen Stadtgesellschaft.“

Möglich wird „well:come“ durch die großzügige Unterstützung durch Stadtkultur – Netzwerk Bayerischer Städte e. V., den Kulturfonds Bayern, den Rotary Club Nürnberg-Sebald, die Stiftung Lompa und Neumarkter Lammsbräu. „Als Rotary Club Nürnberg-Sebald unterstützen wir well:come sehr gerne. Kulturelle Bildung schafft Begegnung und eröffnet jungen Menschen neue Perspektiven – unabhängig von Herkunft oder Sprache. Zugleich stärkt sie demokratische Werte wie Respekt, Teilhabe und gegenseitiges Verständnis. Gerade darin liegt die nachhaltige Kraft von Projekten wie ‚well:come'“, so Prof. Dr. Julia Lehner, Präsidentin des Rotary Club Nürnberg-Sebald.    boe

 

 

1 Anhang