Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 799 / 17.07.2026

Die Nürnberger Innenstadt aus Sicht junger Menschen

Wie erleben Jugendliche die Nürnberger Innenstadt? Welche Angebote nutzen sie und welche Wünsche haben sie für die Zukunft? Antworten auf diese Fragen liefert die umfassende Schülerbefragung einer Klasse der Berufsschule 4 für kaufmännische Berufe, die in enger Zusammenarbeit mit dem Stab Innenstadt im Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat erfolgte. Mehr als 1 500 Schülerinnen und Schüler haben ihre Sicht auf die Nürnberger Innenstadt geteilt. Die Ergebnisse liegen nun vor und liefern wertvolle Erkenntnisse.

Shopping ist mit 42 Prozent der mit Abstand wichtigste Anlass für einen Besuch der Innenstadt. Gleichzeitig besucht rund ein Fünftel der befragten Schülerinnen und Schüler die Altstadt vor allem, um Freunde zu treffen. Zu den am häufigsten besuchten Orten zählen der Einzelhandel, gastronomische Angebote sowie öffentliche Plätze. Die Ergebnisse zeigen damit deutlich: Einzelhandel, Gastronomie und die Funktion als Ort der Begegnung prägen die Innenstadt und machen sie für junge Menschen attraktiv.

Dieses Bild spiegelt sich auch in den Vorstellungen eines idealen Lieblingsorts wider. Besonders häufig nannten die Befragten Grünflächen, vielfältige Shoppingangebote, Sitzmöglichkeiten sowie Cafés und Treffpunkte. Ebenso spielen Sauberkeit und Sicherheit eine wichtige Rolle.

Mehr als die Hälfte der Befragten besucht die Innenstadt mindestens einmal pro Woche, knapp 50 Prozent verbringen dort drei bis vier Stunden bei einem Besuch. Die Befragung zeigt auch: Beim Einkaufsverhalten junger Menschen hat der stationäre Handel weiterhin mit 44 Prozent die Nase vorn. Das ist ein wichtiges Signal für die Innenstadt.

Wirtschafts- und Wissenschaftsreferentin Dr. Andrea Heilmaier sagt: „Die Ergebnisse der Befragung zeigen deutlich, wie wichtig die Innenstadt als Einkaufs- und Begegnungsort für junge Menschen ist. Einkaufsvielfalt, interessante Gastronomiekonzepte und ein öffentlicher Raum mit hoher Aufenthaltsqualität bilden dabei die zentralen Säulen einer attraktiven Innenstadt. Die Befragung ist Ansporn, diese Qualitäten weiter zu stärken und die Innenstadt gemeinsam als identitätsstiftenden Ort für junge Menschen weiterzuentwickeln.“

Die Wünsche an die Innenstadt sind sehr breit gestreut. Wichtige Themenfelder, die zuerst angepackt werden sollten, sind die Einkaufsvielfalt mit konkreten Wünschen nach bestimmten Marken, Sauberkeit sowie Aufenthaltsqualität.

Bildungsreferentin Cornelia Trinkl betont: „Die Befragung macht deutlich, dass Jugendliche klare Vorstellungen davon haben, wie eine attraktive Innenstadt in Nürnberg aussehen soll. Besonders freut mich, dass die Auszubildenden der Berufsschule 4 ihr Fachwissen in einem realen Projekt anwenden konnten und dabei auch konkrete Impulse für die Innenstadtentwicklung liefern. So wird Schule zum Lernort, der Theorie und Praxis erfolgreich verbindet.“

Insgesamt nahmen über 1 500 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen acht bis zehn an allgemeinbildenden Schulen sowie an Berufsschulen an der Befragung teil. Konzipiert, durchgeführt und ausgewertet wurde sie von sieben Auszubildenden zu Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung der Berufsschule 4.

Das Projektteam zieht ein positives Fazit. Stellvertretend sagen Kassandra Sommerer und Tom Grehling: „Wir haben gemerkt, wie viel Verantwortung in einem Projekt wie diesem steckt, von der Fragebogenentwicklung bis zur letzten Auswertung. Dabei war es spannend zu sehen, mit welcher Offenheit die Jugendlichen über ihre Wünsche und Erwartungen an die Innenstadt gesprochen haben. Dass am Ende über 1 500 Rückmeldungen zusammengekommen sind, macht uns als Team wirklich stolz.“

Die Ergebnisse der Befragung liefern dem Stab Innenstadt wertvolle Impulse für zukünftige Maßnahmen und fließen somit in die weitere Entwicklung der Innenstadt ein.

„Wir danken dem Projektteam der Berufsschule 4 für kaufmännische Berufe sowie dem Projektleiter Frank Ganslmeier herzlich für ihre engagierte und hervorragende Arbeit“, betonen Dr. Andrea Heilmaier und Cornelia Trinkl unisono. Dank gilt auch dem Nürnberger Unternehmen Rogator AG, das die Berufsschule 4 seit vielen Jahren unterstützt und für die Ausbildung eine professionelle Software für Markt- und Sozialforschung zur Verfügung stellt.    let

Weitere Informationen zur Nürnberger Innenstadt sind auf der Website des Stabs Innenstadt zu finden.

 

1 Anhang