Nr. 810 / 21.07.2026
Ein wichtiger Meilenstein für die berufliche Bildung in Nürnberg: Die Stadt Nürnberg und die Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm (Ohm) haben am Dienstag, 21. Juli 2026, den Kooperationsvertrag für das neue duale Studienangebot „Bank Dual“ unterzeichnet. Damit ist der Weg für eine enge Verzahnung von Berufsausbildung und Hochschulstudium in der Kreditwirtschaft geebnet. Das neue Angebot startet zum Schuljahr 2026/27.
Dem Vertragsabschluss gingen mehrere Jahre intensiver Entwicklungsarbeit voraus. Nach der Kontaktaufnahme mit der Ohm im Jahr 2024 folgten zahlreiche Abstimmungsgespräche mit der Industrie- und Handelskammer sowie regionalen und überregionalen Ausbildungsbetrieben der Kreditwirtschaft.
Im Mittelpunkt stand die gemeinsame Entwicklung eines Studienmodells, das die betriebliche Ausbildung, den Berufsschulunterricht und das Hochschulstudium optimal miteinander verbindet. In enger Zusammenarbeit wurden die Ausbildungsphasen abgestimmt und die im Unterricht der Beruflichen Schule 4 erworbenen Kompetenzen so eingebunden, dass sie auf das Studium angerechnet werden können.
„Mit dieser Kooperation stärken wir den Bildungsstandort Nürnberg und schaffen ein attraktives Angebot für junge Menschen, die eine hochwertige Berufsausbildung mit einem Hochschulstudium verbinden möchten. Gleichzeitig leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Kreditwirtschaft“, sagt Bildungsreferentin Cornelia Trinkl.
Prof. Dr. Niels Oberbeck, Präsident der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, ergänzt: „Von dieser Kooperation profitieren die Studierenden ebenso wie die Unternehmen der Region: ‚Bank Dual‘ verbindet die Stärken von beruflicher Ausbildung und Hochschulstudium. Gemeinsam stärken wir den Bildungsstandort Nürnberg und ermöglichen angehenden Bankkaufleuten einen nahtlosen Weg von der Ausbildung zum akademischen Abschluss.“
Möglich wurde das Vorhaben durch die intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit zahlreicher Beteiligter. Auf Seiten der Beruflichen Schule 4 trieben insbesondere Berufsbereichsbetreuerin Sandra Kaiser-Witt gemeinsam mit den Lehrkräften der Berufsbereiche Kreditwirtschaft und Steuer sowie der stellvertretenden Schulleiterin Ilka Horn und Schulleiter Dr. Thomas Beutl das Projekt voran. Seitens der Ohm begleiteten insbesondere Marion Schön, Marko Artz sowie Prof. Dr. Norbert Schiele, Prof. Dr. Andreas Weese, Prof. Dr. Alexander Brigola, Prof. Dr. Gabriele Brambach und Prof. Dr. Susanne Schmidt-Pfeiffer die Entwicklung des Studienmodells.
Bereits am 18. Februar 2025 informierten die Projektpartner bei einer gemeinsamen Veranstaltung an der Beruflichen Schule 4 Ausbildungsbetriebe, Lehrkräfte sowie Vertreterinnen und Vertreter der Agentur für Arbeit über das geplante Studienangebot. Das große Interesse bestätigte den Bedarf nach einem dualen Studienmodell in der Kreditwirtschaft.
Nach der Genehmigung des Studienangebots durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus kann die erste Kohorte nun zum Schuljahr 2026/27 starten. let