Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 928 / 01.09.2026

Neue Grabanlage für Baumbestattungen auf dem Westfriedhof eröffnet

Auf dem Nürnberger Westfriedhof ist eine weitere Grabanlage für Baumbestattungen eröffnet worden. Die Nachfrage nach Waldbestattungen nach dem Vorbild eines Friedwalds nimmt in Nürnberg seit 2006 kontinuierlich zu. Mit der ersten Anlage am Südfriedhof wurde diesem Wunsch früh Rechnung getragen. 2025 konnte nun auch auf dem Westfriedhof ein geeignetes Areal ausgewiesen werden. Nach umfangreichen Planungs-, Bau- und Landschaftsgestaltungsmaßnahmen ist dort eine neue Anlage für diese nachhaltige und stark nachgefragte Bestattungsform entstanden. 

Am Dienstag, 1. September 2026, haben Nürnbergs Referentin für Umwelt und Gesundheit, Britta Walthelm, und Armin Hoffmann, Leiter der Friedhofsverwaltung, die neue Grabanlage der Öffentlichkeit übergeben. Auf dem Areal wurden 16 Bäume gepflanzt beziehungsweise in die Gestaltung einbezogen und insgesamt 512 Baumgrabstellen geschaffen.

„Mit der neuen Anlage auf dem Westfriedhof schaffen wir einen würdevollen Ort, der Natur, Trauer und Erinnerung miteinander verbindet. Baumbestattungen entsprechen dem Wunsch vieler Menschen nach einer naturnahen und zugleich gut erreichbaren Form der letzten Ruhe“, sagt Nürnbergs Referentin für Umwelt und Gesundheit, Britta Walthelm.

Bei der Entwicklung des Konzepts war der Friedhofsverwaltung von Anfang an wichtig, die Vorteile einer Baumbestattung mit den besonderen Qualitäten eines städtischen Friedhofs zu verbinden. Dazu gehören die gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die ganzjährige Zugänglichkeit sowie die Präsenz von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort. Gleichzeitig bietet die klar abgegrenzte Friedhofsanlage einen geschützten Rahmen für Trauer und Erinnerung.

Auch gestalterisch verfolgt die Anlage einen eigenen Ansatz. Statt Namensplättchen an den Bäumen kommen hochwertige Elemente aus Metall und Naturstein zum Einsatz. Die Namen der Verstorbenen werden auf eigens gestalteten Namenstafeln angebracht. Gedenksäulen bieten einen festen Ort für persönliche Trauerrituale und Erinnerungsstücke, während die naturnah gestalteten Bereiche weitgehend frei von zusätzlichen Hinweisen und Einbauten bleiben. Ergänzt wird die Anlage durch eigens für das Konzept entwickelte ergonomische Sitzbänke.

„Wir wollten einen Ort schaffen, der sich möglichst selbstverständlich in die Umgebung einfügt und gleichzeitig Orientierung gibt. Die Gestaltung soll Ruhe ausstrahlen und den Menschen Raum für ihre persönliche Trauer und Erinnerung lassen“, erklärt Armin Hoffmann, Leiter der Friedhofsverwaltung Nürnberg.

Die Entwicklung und Umsetzung der Anlagen erfolgte in enger Zusammenarbeit verschiedener Abteilungen der Friedhofsverwaltung – von Gärtnerei und Bestattungsbetrieb über den Ordnungsdienst bis zum hauseigenen Design. Das dabei entwickelte System ist inzwischen patentrechtlich geschützt und wurde bereits von Nachbargemeinden in Lizenz übernommen.    tom

1 Anhang