Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 981 / 16.09.2026

Kabinettausstellung „Georg Karl Pfahler – Farbe ist Form und Raum“

Die Kunstvilla im KunstKulturQuartier, Blumenstraße 17, zeigt von Samstag, 26. September, bis Sonntag, 18. Oktober 2026, und von Samstag, 14. November, bis Sonntag, 21. Februar 2027, die Ausstellung „Georg Karl Pfahler – Farbe ist Form und Raum“. Im Oktober 2026 jährt sich der Geburtstag des Künstlers und ehemaligen Nürnberger Akademieprofessors Georg Karl Pfahler (geboren 1926, gestorben 2002) zum 100. Mal. Die Kunstvilla zeigt aus diesem Anlass Werke aus seinen Serien „Espan“ und „Fra Firenze“, mit denen er internationale Anerkennung erlangte und sich in der deutschen Nachkriegskunstgeschichte einen festen Platz sicherte. Im Rahmen einer Kabinettausstellung werden Werke aus der Sammlung der Stadt Nürnberg, die sich normalerweise als Dauerleihgaben im Neuen Museum – Staatliches Museum für Kunst und Design Nürnberg befinden, präsentiert.

Georg Karl Pfahler, geboren in Emetzheim bei Weißenburg, studierte an den Kunstakademien in Nürnberg und Stuttgart. Nach einer Auseinandersetzung mit der informellen Malerei entwickelte er ab 1959 die Werkserie „Formativ“, die sich durch abgegrenzte Formen und eine auf wenige Farben reduzierte Komposition auszeichnet. In den folgenden Jahren vereinfachte Pfahler die Formen zunehmend, bis sie ausschließlich als Träger der Farbe fungierten. Er entwickelte die blockhaften Formen zu klar abgegrenzten Farbflächen mit teils abgerundeten Ecken weiter. Mit seinen besonderen optischen Raumwirkungen avancierte Pfahler zum bedeutendsten deutschen Vertreter der sogenannten „Hard Edge“-Malerei, einer Stilrichtung, die durch klare Konturen und eine betonte Flächigkeit charakterisiert wird.

Pfahlers Schaffen wurde mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt, darunter dem Kunstpreis der Nationalgalerie Warschau, sowie in vielen internationale Ausstellungen gezeigt, unter anderem in den USA, in der Schweiz und in Japan. 1970 vertrat er gemeinsam mit Heinz Mack, Thomas Lenk und Günther Uecker die Bundesrepublik Deutschland auf der Biennale von Venedig. 1981 folgte seine Teilnahme als erster deutscher Künstler an der Biennale von São Paulo in Brasilien, wo das in der Kunstvilla ausgestellte Werk „Espan Nr. 43“ zu sehen war.

Von 1984 bis 1992 lehrte Pfahler als Professor an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und prägte dort eine jüngere Generation von Künstlerinnen und Künstlern. Für sein Wirken erhielt er 1992 die Kunstpreise der Städte Stuttgart und Weißenburg sowie 1996 den Friedrich-Baur-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. 2002 verstarb er an seinem Geburtsort.     ja

1 Anhang