Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 1019 / 21.09.2026

Neues Feuerwehrgerätehaus in Katzwang eingeweiht

Mit dem neuen Feuerwehrgerätehaus an der Strawinskystraße 55 erhält die Freiwillige Feuerwehr Katzwang einen modernen und zukunftsfähigen Standort. Am Freitag, 18. September 2026, haben Oberbürgermeister Marcus König und Bürgermeister Dr. Nasser Ahmed zusammen mit Sabine Stahl, Prokuristin der WBG KOMMUNAL GmbH, Oberbranddirektor Volker Skrok, Leiter der Feuerwehr Nürnberg, sowie Marcus Haas, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Katzwang, das von der WBG KOMMUNAL GmbH im Auftrag der Stadt Nürnberg realisierte Gebäude offiziell an die Feuerwehr übergeben.

„Die Mitglieder unserer Freiwilligen Feuerwehren stehen rund um die Uhr bereit, um Menschen in Not zu helfen und für die Sicherheit in unserer Stadt zu sorgen. Dieses große ehrenamtliche Engagement verdient nicht nur unseren Dank, sondern auch eine zeitgemäße und verlässliche Ausstattung. Mit dem neuen Gerätehaus schaffen wir dafür in Katzwang hervorragende Voraussetzungen“, erklärt Oberbürgermeister Marcus König.

Der Neubau ersetzt das bisherige Feuerwehrgerätehaus an der Neuseser Straße. Er verfügt über drei Stellplätze für Einsatzfahrzeuge, einen angeschlossenen Lagerbereich sowie einen zweigeschossigen Funktionstrakt. Dort befinden sich unter anderem moderne Umkleide- und Sanitärräume, ein Schulungsraum, ein Aufenthaltsbereich für die Jugendfeuerwehr und eine möglichen Kinderfeuerwehr, ein Büro sowie eine Küche. Das Gebäude ist barrierefrei erschlossen und hat einen Aufzug sowie ein behindertengerechtes WC. 

„Mit der Einweihung lösen wir ein wichtiges Versprechen gegenüber der Freiwilligen Feuerwehr Katzwang ein. Das neue Gerätehaus verbindet funktionale Architektur, moderne Technik und gute Bedingungen für Ausbildung und Nachwuchsarbeit. Damit investieren wir langfristig in die Leistungsfähigkeit unserer Feuerwehr und in die Sicherheit der Menschen im Nürnberger Süden“, betont Feuerwehrbürgermeister Dr. Nasser Ahmed.

Das Gebäude entspricht den aktuellen Anforderungen an moderne Feuerwehrgerätehäuser: Besonderes Augenmerk lag auf sicheren Alarmwegen, zeitgemäßen Arbeits- und Gesundheitsschutzstandards sowie getrennten Umkleide- und Sanitärbereichen. Die großzügige Aufstellfläche vor der Fahrzeughalle ermöglicht zudem Übungen, Kontrollen der Fahrzeugbeladung und ein sicheres Ausrücken, ohne unmittelbar in den öffentlichen Verkehr einfahren zu müssen.

„Das neue Gerätehaus verbessert die Einsatzbedingungen der Freiwilligen Feuerwehr Katzwang erheblich. Moderne Alarmierungs-, Kommunikations- und Sicherheitstechnik unterstützt die Einsatzkräfte dabei, im Ernstfall schnell und zuverlässig handeln zu können. Gleichzeitig bietet das Gebäude gute Bedingungen für Ausbildung, Übungen und die wichtige Nachwuchsarbeit“, erklärt Oberbranddirektor Volker Skrok, Leiter der Feuerwehr Nürnberg.

Eine besondere Aufgabe der Freiwilligen Feuerwehr Katzwang sind Einsätze auf dem Main-Donau-Kanal. Dafür steht ihr auch Ölwehrgerät zur Verfügung, mit dem Öl von Gewässeroberflächen aufgenommen werden kann. Das neue Gerätehaus bietet nun die notwendigen Lager- und Funktionsflächen für diese Sonderausrüstung sowie für die regelmäßige Aus- und Weiterbildung der Einsatzkräfte.

„Für unsere Feuerwehr beginnt mit dem neuen Gerätehaus ein neues Kapitel. Wir haben nun ausreichend Platz für Fahrzeuge und Ausrüstung, moderne Umkleiden und Räume, in denen wir Schulungen, Vereinsarbeit und die Ausbildung unserer Kameradinnen und Kameraden durchführen können. Das stärkt nicht nur unsere Einsatzbereitschaft, sondern auch die Gemeinschaft innerhalb der Wehr“, freut sich Kommandant Marcus Haas von der Freiwilligen Feuerwehr Katzwang.

Auch für Katastrophenlagen ist das Gebäude gerüstet: Eine fest installierte Netzersatzanlage kann das gesamte Feuerwehrgerätehaus bei einem Stromausfall versorgen. Die vorgesehene Treibstoffreserve ermöglicht einen autarken Betrieb von bis zu 72 Stunden. Moderne Alarmierungs- und Kommunikationstechnik, eine flächendeckende Brandmeldeanlage und die Anbindung an das feuerwehreigene Datennetz ergänzen die technische Ausstattung.

Der kompakte Baukörper ist in Betonfertigteilbauweise mit einer vorgelagerten Klinkerfassade errichtet. Das Dach ist extensiv begrünt. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, die Innenräume versorgt teilweise eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Das auf dem Grundstück anfallende Regenwasser wird vorgereinigt und vor Ort versickert. Die nicht versiegelten Außenflächen sind mit heimischen Sträuchern, Gehölzen und Bäumen gestaltet.

Die Umsetzung war aufgrund des stark abfallenden Geländes und der unterschiedlichen Bodenverhältnisse mit besonderen planerischen und baulichen Anforderungen verbunden. Für die angrenzenden Grundstücke waren umfangreiche Geländeabfangungen und Stützwände erforderlich. Im Vorfeld wurden zudem auf dem Grundstück lebende Zauneidechsen auf eine eigens vorbereitete Ausgleichsfläche umgesiedelt.

„Die typisierte Planung der Feuerwehrgerätehäuser schafft wichtige Synergien. Gleichzeitig musste die bewährte Grundstruktur in Katzwang an die besonderen Bedingungen des Grundstücks angepasst werden. Dass daraus ein funktionales, gestalterisch überzeugendes und auf die Anforderungen der Feuerwehr zugeschnittenes Gebäude entstanden ist, verdanken wir der engen Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten“, erklärt Sabine Stahl, Prokuristin der WBG KOMMUNAL GmbH.

Die Stadt Nürnberg investierte rund 8,57 Millionen Euro in den Neubau, der Freistaat Bayern hat eine Förderung in Höhe von 391 600 Euro im Zuge der Feuerwehr-Zuwendungsrichtlinien in Aussicht gestellt. Das Projekt ist Teil des Programms zur schrittweisen Sanierung und Erneuerung der 18 Feuerwehrgerätehäuser der Freiwilligen Feuerwehr Nürnberg. Deren Planung und Umsetzung erfolgten seit 2017 durch die WBG KOMMUNAL GmbH in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Nürnberg.   maj

1 Anhang