Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 982 / 16.09.2026

Jugendprojekt „Meet up for humanity“

Welche Verbindungen haben die Geschichten von Zwangsarbeitenden und Kriegsgefangenen in Nürnberg mit unserem Leben heute? Und wie wollen wir in Europa miteinander leben? Diesen Fragen gehen von Freitag bis Donnerstag, 18. bis 24. September 2026, insgesamt 24 Jugendliche aus den Partnerstädten Nürnberg, Córdoba, Krakau und Nizza beim zweiten Europäischen Jugendforum gemeinsam nach. Eine Woche lang setzen sie sich mit den Biografien von Menschen auseinander, die während der NS-Zeit nach Nürnberg verschleppt wurden. Ausgangspunkt ist die neue Dauerausstellung im Nürnberger Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände.

Die Jugendlichen schauen aber nicht nur zurück. Sie fragen nach der Bedeutung dieser Geschichten für ihre eigene Gegenwart und entwickeln daraus kurze Filme über Menschenwürde, Erinnerung und Menschenrechte. Der internationale Austausch macht dabei deutlich: Geschichte verbindet Europa – und die Verantwortung für Demokratie und Menschenrechte beginnt im Hier und Jetzt. „Meet up for humanity – Looking back. Acting today“ verbindet historische Bildung, internationale Jugendarbeit und Medienpädagogik. Das Projekt wird von der Stadt Nürnberg, dem Kreisjugendring Nürnberg-Stadt, DoKuPäd und dem Medienzentrum Parabol e. V. gemeinsam durchgeführt.

Im Rahmen des Netzwerks joiN – Internationale Jugendarbeit in Nürnberg bieten die beteiligten Einrichtungen innovative, themenorientierte und nachhaltige Jugendbegegnungsprojekte an. Partner sind im Fall des Jugendforums Schulen und außerschulische Einrichtungen aus den drei Partnerstädten. Das Jugendforum fand 2025 zum ersten Mal statt und soll als Format in den kommenden Jahren fest etabliert werden. Das Projekt wird durch das EU-Programm Erasmus+ und die Rudolf und Eberhard Bauer Stiftung gefördert.

Premiere im Nürnberger Rathaus
Was die Jugendlichen im diesjährigen Forum bewegt und welche Geschichten sie in ihren Filmen erzählen, präsentieren sie am Dienstag, 22. September, um 17 Uhr im Schönen Saal des Nürnberger Rathauses. Die Premiere verspricht einen besonderen Perspektivwechsel: vier europäische Städte, junge Menschen und ein gemeinsamer Blick auf eine Geschichte, die bis heute Fragen an uns stellt. Gerade angesichts aktueller Debatten über Menschenrechte, Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zeigt das Projekt, warum Erinnern nicht nur ein Blick zurück ist – sondern auch ein Auftrag für heute. Interessierte sind herzlich eingeladen an der Premiere im Rathaus teilzunehmen. Rückmeldungen zur Teilnahme bitte bis Montag, 21. September 2026, per E-Mail an info@dokupaed.de.