Nr. 1004 / 18.09.2026
Bau-Bürgermeister Dr. Nasser Ahmed hat im Stadtplanungsausschuss am Donnerstag, 17. September 2026, über den aktuellen Stand des Schocken-Carrés am Aufseßplatz berichtet. Der Projektträger strebt einen Baustart im Herbst 2026 an. Die Fertigstellung ist für 2029 vorgesehen.
„Die Menschen in der Südstadt warten seit Jahren darauf, dass es am Aufseßplatz sichtbar weitergeht. Deshalb werden wir als Stadt die laufenden Verfahren zügig und sorgfältig bearbeiten. Für mich geht es dabei um mehr als das Ende des ‚Lago di Aufseß‘: Mit dem Schocken-Carré können hier bezahlbare Wohnungen, eine starke Nahversorgung und soziale Infrastruktur entstehen. Unser Anspruch ist, dass am Ende der ganze Aufseßplatz gewinnt – als lebendiger öffentlicher Raum und als Mittelpunkt der Südstadt“, erklärte Bürgermeister Ahmed im Stadtplanungsausschuss.
Eine erste Baugenehmigung für das Schocken-Carré wurde bereits 2024 erteilt. Aufgrund von Änderungen in der Detailplanung hat der Projektträger im August 2026 eine Tektur, die nachträgliche Änderung eines bereits eingereichten Bauantrags, eingereicht, die derzeit von der Stadt Nürnberg geprüft wird. Die Stadt begleitet das Vorhaben eng und bearbeitet die erforderlichen Verfahren im rechtlich möglichen Rahmen zügig.
Auf dem rund 7 000 Quadratmeter großen Grundstück sollen auf etwa 43 000 Quadratmetern Bruttogrundfläche 200 Mietwohnungen entstehen, davon nach aktuellem Planungsstand 126 geförderte Wohnungen. Vorgesehen sind außerdem rund 7 700 Quadratmeter Einzelhandelsfläche mit Edeka als Hauptnutzer, ein Familienzentrum mit 75 Kindergartenplätzen, eine Erziehungsberatungsstelle und eine Arztpraxis. Eine direkte Verbindung zur U-Bahn sowie Stellplätze für Pkw und Fahrräder ergänzen das Projekt. Die Eckdaten entsprechen dem bisherigen Verwaltungsstand zum Vorhaben.
Auch die Aufwertung des Aufseßplatzes selbst wird weitergeführt. Das Wasserspiel mit Fontänen und neue Bäume an den Sitzstufen sind bereits umgesetzt. Weitere Bäume im südlichen Platzbereich sowie die geplante Dach- und Fassadenbegrünung an U-Bahn-Aufgang und Pavillon können wegen der notwendigen Baustelleneinrichtung sinnvoll erst nach der Bauphase umgesetzt werden.
Die Entwicklung des Quartiers reicht zugleich über das Schocken-Carré hinaus. Mit dem Bebauungsplan Nr. 3823 sowie weiteren Projekten wie der „Südstadt.Klima.Meile“ und dem Sanierungsgebiet Quartier Annapark sollen öffentliche Räume, Nahversorgung, Klimaanpassung und Aufenthaltsqualität im Umfeld langfristig gestärkt werden. maj