Von Freitag bis Sonntag, 18. bis 20. September 2026, verwandelten über 1 100 Angebote Nürnberg und Fürth wieder in Deutschlands größten Führungsmarathon. Bei strahlendem Spätsommerwetter machten sich Tausende Teilnehmende auf den Weg, um die beiden Nachbarstädte aus völlig neuen Blickwinkeln zu erleben. Das diesjährige Motto „Zeitfenster“ erwies sich dabei als Publikumsmagnet für Jung und Alt.
Rund 400 Stadt(ver)führerinnen und Stadt(ver)führer machten das vom Projektbüro im Geschäftsbereich Kultur der Stadt Nürnberg veranstaltete Großereignis mit unermüdlichem Einsatz möglich: In 1 117 Einzelführungen zu 540 unterschiedlichen Themen teilten sie ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihre ganz persönlichen Perspektiven mit dem Publikum. Rund 4 400 Menschen haben ein sogenanntes Türmchen erworben, das zur Teilnahme an den Touren berechtigt. Im Schnitt hat jede Person mit einem Türmchen über das Wochenende verteilt an 4,8 Führungen teilgenommen.
Das facettenreiche Programm öffnete am Wochenende im wörtlichen Sinne Fenster zu historischen Schauplätzen, kulturellen Einrichtungen und normalerweise verschlossenen Orten. Neben bewährten Klassikern – wie Führungen rund um die Innenstadtkirchen und in das Historische Rathaus oder wie den beliebten Bratwurstspaziergang – fanden vor allem Führungen in den Stadtteilen großen Anklang. Beispielsweise boten Touren zum ehemaligen Patriziersitz im Schloss Neunhof, zur Geschichte Mögeldorfs oder die Zeitreisen in St. Johannis Einblicke außerhalb der Altstadt.
Zu den Publikumsmagneten zählte in diesem Jahr die Führung „Hollywood in St. Sebald“: Pfarrer Dr. Martin Brons zog über 200 Besucherinnen und Besucher in seinen Bann, als er anschaulich berichtete, wie Hollywood die mittelalterliche Kirche kürzlich bei einem Filmdreh für sich entdeckte. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala standen weiterhin die abendlichen Krimispaziergänge der Autorin Monika Martin, Zeitreisen in das mittelalterliche Nürnberg, Touren zur Geschichte des Hauptmarkts sowie zum Nürnberger Henker und die Tour von Oberbürgermeister Marcus König, der unter anderem seltene Einblicke ins Goldene Buch der Stadt Nürnberg bot.
„Wenn’s die Stadt(ver)führungen noch nicht gäbe – man müsste sie erfinden. Hier ein Blick hinter die Kulissen, dort eine Führung an einen unbekannten Ort: Mit Begeisterung für unsere wunderschöne Stadt lassen sich die Menschen ‚verführen‘. Ich danke allen, die diese Einblicke ermöglicht haben“, so Oberbürgermeister König.
Ein solches Großereignis lebt vom ehrenamtlichen und professionellen Engagement der Beteiligten sowie von starker Unterstützung der Sponsoren. Großer Dank der Stadt Nürnberg gilt daher auch in diesem Jahr ihren langjährigen Hauptförderern: dem ESW – Evangelisches Siedlungswerk sowie der Sparkasse Nürnberg. Sie tragen maßgeblich dazu bei, dieses kulturelle Highlight Jahr für Jahr für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglich zu machen. ja