Nr. 1111 / 09.10.2026
Mit 30 000 Euro hat die Stadt Nürnberg 2026 zwölf Ideen für lebendige Nachbarschaften, mehr Stadtgrün und neue Orte der Begegnung möglich gemacht. Kleine Zuschüsse zwischen 380 und 3 000 Euro haben große Wirkung entfaltet: Das Förderprogramm „Möglichkeitsräume“ bringt Menschen zusammen und gibt ihnen die Chance, ihre Stadt selbst mitzugestalten. Ein Bericht über die 2026 geförderten Projekte war Thema im Stadtplanungsausschuss am Donnerstag, 8. Oktober 2026.
„Hier sieht man: Es braucht nicht immer viel Geld, um viel zu bewegen. Wenn Menschen eine Idee haben und einfach loslegen können, entstehen Orte, an denen Nachbarschaft, Kultur und Engagement wachsen. Genau dafür sind Möglichkeitsräume da“, sagt Nürnbergs Bürgermeister für Wohnen, Bauen und Stadtentwicklung, Dr. Nasser Ahmed.
Beispielsweise haben in Wöhrd Studierende gemeinsam mit dem Vorstadtverein Nürnberg-Wöhrd ein Vordach für einen Urban-Gardening-Container an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm gebaut. Künftig kann dort auch Regenwasser für die Beete gesammelt werden. In Langwasser wurde ein leerstehendes Gebäude zum offenen Treffpunkt. Der Verein Nabel der Welt e. V. organisierte dort Tanz, Lesungen, Kunstaktionen und ein kostenloses Freiluftkino. In Gostenhof entstanden im GOgarten aus gesammelten Naturmaterialien eigene Kostüme. Bei „Homo Sapiens – Freak of Nature“ entwickelten die Teilnehmenden daraus gemeinsam eine Performance.
Auch an vielen anderen Orten wurde angepackt: am Maffeiplatz beim „Quartier der Ideen“, in offenen Textil-Werkstätten in Eberhardshof, mit einem mit Abwärme betriebenen Gewächshaus in St. Johannis oder bei kulturellen Zwischennutzungen in der Gartenstadt. Das gesamte Förderbudget von 30 000 Euro wurde 2026 ausgeschöpft. Nach bisherigem Stand der Haushaltsberatungen sind die Mittel für die „Möglichkeitsräume“ für 2027 vorerst ausgesetzt. maj