Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 1098 / 08.10.2026

Hitzeaktionsplan zeigt Wirkung – Stadt entwickelt Hitzeschutz weiter

Der Hitzeaktionsplan der Stadt Nürnberg hat sich auch im Sommer 2026 bewährt. Die bestehenden Maßnahmen konnten erneut umgesetzt und durch neue Angebote ergänzt werden. Der Hitzeaktionsplan ist damit ein wichtiger Baustein der städtischen Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg, zog am Mittwoch, 7. Oktober 2026, im Ausschuss für Umwelt, Klima- und Naturschutz eine entsprechende Bilanz.

Ein Schwerpunkt des Hitzeaktionsplans ist die Information und Sensibilisierung der Bevölkerung. Auch in diesem Sommer wurden verschiedene Informationsangebote genutzt, darunter der Hitze-Newsletter, die Vitrine in der Königstorpassage und das Fahrgast-TV in U-Bahn, Bus und Tram.

„Der Sommer 2026 hat erneut gezeigt, dass wir die Menschen mit unseren Informationsangeboten zum angepassten Verhalten bei Hitze erreichen und zugleich konkrete Maßnahmen zum Schutz vor Hitze anbieten können. Gleichzeitig ist klar: Mit zunehmenden Hitzeperioden müssen wir unseren Hitzeschutz kontinuierlich weiterentwickeln und neue Möglichkeiten erproben“, sagt Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg. „Dabei geht es um viele einzelne Bausteine, die zusammenwirken – von der Information über den Zugang zu Trinkwasser bis hin zu Möglichkeiten, sich an heißen Tagen im öffentlichen Raum abzukühlen.“

In den Sommerwochen zwischen dem 18. Juni und 15. August 2026 veröffentlichte der Deutsche Wetterdienst fünf Hitzewarnungen für das Stadtgebiet Nürnberg. Die längste Hitzewarnperiode dauerte elf Tage. Gerade bei langanhaltenden Hitzeperioden ist es wichtig, die Bevölkerung frühzeitig zu informieren, besonders gefährdete Menschen zu erreichen und Möglichkeiten zur Abkühlung und Trinkwasserversorgung anzubieten.

Daher baut die Stadt Nürnberg die Trinkwasserversorgung im öffentlichen Raum weiter aus. In Nürnberg stehen jetzt inzwischen 31 stationäre Trinkbrunnen zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg brachte das Referat für Umwelt und Gesundheit in der Altstadt Hinweisschilder an, die zu den nächstgelegenen Trinkbrunnen führen. Die positive Resonanz zeigt, dass eine gute Sichtbarkeit der Angebote ebenso wichtig ist wie deren Ausbau.

Neue Erfahrungen konnten mit Wasserverneblern gesammelt werden. Drei fest installierte Nebel-Lanzen der N-Ergie bieten inzwischen in der Innenstadt Möglichkeiten zur kurzfristigen Abkühlung. Zusätzlich kommt ein mobiler Wasservernebler bei verschiedenen Veranstaltungen zum Einsatz. Das war unter anderem beim Nachbarschaftsfest, dem Südstadtfest, am Hauptmarkt und beim Bardentreffen. Die Rückmeldungen der Beteiligten sowie der Besucherinnen und Besucher waren durchweg positiv.

Die Erfahrungen aus dem Sommer 2026 fließen in die weitere Entwicklung des Hitzeaktionsplans ein. Die Stadt Nürnberg prüft weiterhin Maßnahmen, mit denen der Hitzeschutz verbessert und bestehende Angebote weiterentwickelt werden können. Die meteorologischen Daten des Sommers werden durch das Umweltamt zudem ausgewertet und in die langfristige klimatische Entwicklung Nürnbergs eingeordnet. Die Ergebnisse sollen voraussichtlich im ersten Halbjahr 2027 im Ausschuss für Umwelt, Klima- und Naturschutz behandelt werden.    let