Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 1118 / 09.10.2026

Bayerischer Städtetag: Elisabeth Ries als Vorsitzende des Sozialausschusses wiedergewählt

Der Sozialausschuss des Bayerischen Städtetags hat Nürnbergs Referentin für Jugend, Familie, Senioren und Soziales, Elisabeth Ries, in ihrem Amt als Vorsitzende bestätigt. Die Wahl erfolgte einstimmig bei der Sitzung am Donnerstag, 8. Oktober 2026, in München. Zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde ebenfalls einstimmig Jessica Euler, Bürgermeisterin der Stadt Aschaffenburg, gewählt.

„Ich freue mich sehr über das Vertrauen und darauf, gemeinsam mit meinen Ausschusskolleginnen und -kollegen und in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle die sozialpolitischen Interessen der bayerischen Städte zu bündeln und unsere Stimme zu erheben. Die Herausforderungen in der kommunalen Jugend- und Sozialpolitik bleiben in den kommenden Jahren groß. Die Gesetzgebung ist äußerst dynamisch und der Finanzdruck immens. Umso entscheidender ist es, dass wir Städte uns gemeinsam stark machen, uns austauschen und uns auf Landesebene energisch Gehör verschaffen“, sagt Elisabeth Ries. „In einer Zeit, in der auch in Bayern kommunale Haushalte reihenweise kollabieren, kommt es ganz besonders darauf an, die notwendigen Investitionen in Gerechtigkeitsinfrastruktur und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu sichern und eine verantwortungsvolle Balance zwischen Haushaltsdisziplin und sozialpolitischen Erfordernissen zu finden.“

Der Sozialausschuss des Bayerischen Städtetags befasst sich mit den zentralen Feldern der kommunalen Jugend-, Familien-, Beschäftigungs-, Sozial- und Seniorenpolitik. Auf der Tagesordnung der konstituierenden Sitzung standen unter anderem das Pflegeneuordnungsgesetz, die Reform des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes, das Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetz, der Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung für Grundschulkinder sowie die Umsetzung des Gewalthilfegesetzes in Bayern. Regelmäßig berät der Ausschuss zudem aktuelle Themen wie die Arbeitsmarktintegration und Bürgergeld, die Unterbringung von obdachlosen Menschen und Geflüchteten, die Kinder- und Jugendarbeit und die kommunale Seniorenpolitik als wichtige Querschnittsaufgabe.

Die Sicherstellung der kommunalen Daseinsvorsorge und die zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Sozialpolitik in den Städten bleiben Daueraufgaben. Gleichzeitig sind die Städte jedoch unter zunehmendem Druck, weil Bund und Freistaat neue oder ausgeweitete Leistungsansprüche häufig nicht ausreichend gegenfinanzieren. Die Handlungsfähigkeit der Kommunen ist dabei die entscheidende Voraussetzung für einen starken Sozialstaat vor Ort.

Der Bayerische Städtetag vertritt als kommunaler Spitzenverband die Interessen der Städte und Gemeinden gegenüber Parlament und Staatsregierung. Er setzt sich für die Wahrung der kommunalen Selbstverwaltung ein und bringt die Belange der Städte gegenüber der Wirtschaft und anderen Interessengruppen.
 
Elisabeth Ries ist seit Mai 2020 Referentin für Jugend, Familie, Senioren und Soziales der Stadt Nürnberg. Als Mitglied im Sozialausschuss des bayerischen Städtetags hatte sie seit Oktober 2020 den stellvertretenden Vorsitz, seit Mai 2025 den Vorsitz inne. Darüber hinaus ist sie Mitglied im Bildungsausschuss. Für die kommunalen Spitzenverbände in Bayern ist sie Vorstandsmitglied der Stiftung Obdachlosenhilfe Bayern, Beiratsmitglied für den Bürgerpreis des Landtags und Vorsitzende der Jugendhilfekommission Franken. Zudem ist Elisabeth Ries Mitglied im Sozialausschuss des Deutschen Städtetags.    boe

1 Anhang