Nr. 1115 / 09.10.2026
Nürnberg blickt auf einen erfolgreichen Festivalsommer 2026 zurück: Rund 450 000 Besuche verzeichneten in diesem Jahr das Bardentreffen, die Konzerte im Luitpoldhain und die Stadt(ver)führungen. Die Veranstaltungen des Projektbüros Kultur im Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters verbinden leicht zugängliche Kulturangebote mit großer überregionaler Resonanz. Seit dem 1. Oktober leiten Rainer Pirzkall und Diana Meisel das Projektbüro Kultur.
Zum 50-jährigen Jubiläum verzeichnete das Bardentreffen 2026 einen Besucherrekord: Über 230 000 Menschen strömten vom 30. Juli bis 2. August in die Nürnberger Altstadt. Gegründet 1976 zu Ehren des Meistersingers Hans Sachs, hat sich das Festival zu einem der größten Musikfestivals Europas bei freiem Eintritt entwickelt. Auf Bühnen, Straßen und Plätzen spielten Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt. Ausgewählte Konzerte wurden durch den Bayerischen Rundfunk, aufgezeichnet und sind in der ARD-Mediathek sowie bei Arte abrufbar.
Rund 200 000 Musikbegeisterte erlebten zudem vier Konzerte im Luitpoldhain: Das Klassik Open Air der Nürnberger Philharmoniker am 26. Juli mit Familien- und Abendkonzert und das Klassik Open Air der Nürnberger Symphoniker am 8. August wurden durch Stars im Luitpoldhain am 9. August ergänzt. Hier sorgten der Schlagzeugexperte Wolfgang Haffner sowie seine Gäste Laith Al-Deen, Victoria Tolstoi, Mezzoforte und Thorsten Goods geneinsam mit der German All Star Big Band für musikalische Höhepunkte unter freiem Himmel.
Den Festival-Reigen komplettierten die Stadt(ver)führungen von 16. bis 18. September, die unter dem diesjährigen Motto „Zeitfenster“ bei über 1 100 Führungen rund 21 000 Besuche zählten und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern verborgene Orte sowie neue Perspektiven eröffneten.
Ein Festivalsommer für alle
Ob Bardentreffen, Klassik Open Air, Stars im Luitpoldhain, die Blaue Nacht und die Stadt(ver)führungen: Die Veranstaltungen des Projektbüros Kultur erreichen unterschiedlichste Zielgruppen und sind vielfach kostenlos und unter freiem Himmel zugänglich. Damit schaffen sie einzigartige Möglichkeiten, Kultur unabhängig von Alter, Herkunft oder finanziellen Möglichkeiten zu erleben.
Oberbürgermeister Marcus König betont: „Die Besucherzahlen zeigen, welchen Stellenwert die Veranstaltungen des Projektbüros Kultur für Nürnberg haben. Sie bringen Menschen aus unterschiedlichen Teilen unserer Stadt zusammen und machen Kultur im öffentlichen Raum erlebbar. Das ist ein wichtiger Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander und zugleich ein prägender Teil des kulturellen Profils Nürnbergs.“
Die kulturelle Sogkraft der Veranstaltungen wirkt spürbar über die Region hinaus: Sie zieht Gäste aus der gesamten Metropolregion, ganz Deutschland und dem Ausland an, was Hotellerie, Gastronomie und Handel unmittelbar zugutekommt.
Yvonne Coulin, Leiterin der Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg: „Die Nürnberger Festivals zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig, lebendig und international unsere Stadt klingt. Mit unserer Festivalkampagne ‚Nürnberg klingt nach‘ schaffen wir Inspiration, setzen Impulse für einen Besuch und machen die außergewöhnliche Festival- und Kulturlandschaft Nürnbergs national wie international sichtbar. Davon profitieren nicht nur die Festivals selbst, sondern auch viele Akteurinnen und Akteure in der Stadt, von Kultur über Hotellerie und Gastronomie bis hin zum Einzelhandel. Genau dieses Zusammenspiel macht Nürnberg lebendig, vielseitig sowie nachhaltig erlebbar und leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zur Wertschöpfung und Entwicklung der Stadt.“
Neue Leitung für Projektbüro
Seit 1. Oktober 2026 leitet Rainer Pirzkall das Projektbüro Kultur im Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters, während zeitgleich Diana Meisel die stellvertretende Leitung übernimmt. Beide sind seit vielen Jahren im Projektbüro tätig und arbeiten bereits seit 2012 erfolgreich zusammen.
Rainer Pirzkall (Jahrgang 1979) studierte Musikmanagement, ist Preisträger eines Kulturstipendiums der Stadt Nürnberg und verantwortet als Festivalleiter seit 2014 das Bardentreffen. Die Theater- und Medienwissenschaftlerin Diana Meisel (Jahrgang 1985) leitet seit 2012 die Stadt(ver)führungen sowie diverse Sonderprojekte des Projektbüros.
Mit der neuen Leitungsstruktur führt das Projektbüro seine Arbeit mit bewährten Verantwortlichkeiten und langjähriger Erfahrung fort. Im Mittelpunkt stehen auch künftig Kulturveranstaltungen, die unterschiedliche Publikumsgruppen ansprechen, regionale und internationale Künstlerinnen und Künstler zusammenbringen und den öffentlichen Raum als Ort kultureller Begegnung nutzen.
Ausblick 2027
Die Termine für den Festivalsommer 2027 stehen bereits fest: Die Blaue Nacht findet am 24. April (Preview 23. April) statt. Die Klassik Open Air-Konzerte locken am 25. Juli und am 7. August in den Luitpoldhain. Das Bardentreffen findet vom 30. Juli bis zum 1. August statt und die Stadt(ver)führungen bieten vom 17. bis 19. September wieder besondere Einblicke. ja