Nr. 1124 / 12.10.2026
Die Stadt Nürnberg setzt sich weiterhin für die Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur ein. In den vergangenen Jahren hat die Stadt erhebliche Mittel in den Ausbau der Radwege investiert und damit wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Radverkehrsnetzes gesetzt. Die entsprechenden Beschlüsse des Stadtrats unterstreichen den hohen Stellenwert, den der Radverkehr in der Nürnberger Mobilitätspolitik einnimmt. Auch angesichts der angespannten Haushaltslage bleibt die Förderung des Radverkehrs ein wichtiges Anliegen des Mobilitätsreferats.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um mögliche Einsparungen im städtischen Haushalt stellt der Zweite Bürgermeister Andreas Krieglstein klar, dass Entscheidungen zur mittelfristigen Investitionsplanung und zur konkreten Ausgestaltung der Maßnahmen ab 2027 noch nicht getroffen sind. Die laufenden Überlegungen zur Haushaltskonsolidierung und die damit verbundenen Rahmenbedingungen müssen zunächst sorgfältig bewertet werden. Aussagen des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs, Kreisverband Nürnberg, über einen möglichen vollständigen Stillstand beim Radwegebau bis 2030 können als nicht zutreffend betrachtet werden und greifen deshalb einer abschließenden Entscheidung vor, wie der Bürgermeister betont.
„Der Radverkehr bleibt ein Top-Thema des Mobilitätsreferats. Unser Ziel ist es, die Bedingungen für Radfahrende kontinuierlich weiter zu verbessern und die verschiedenen Verkehrsmittel sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Gleichzeitig müssen wir angesichts der finanziellen Rahmenbedingungen sorgfältig abwägen, welche Maßnahmen wann und in welchem Umfang umgesetzt werden können“, unterstreicht Bürgermeister Andreas Krieglstein.
Die Entwicklung des Umweltverbunds in Nürnberg stimmt grundsätzlich positiv. Auch die aktuellen Verkehrszählungen aus dem Juli zeigen beim Radverkehr einen Aufwärtstrend im Vergleich zu den Vorjahren. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Witterung einen wesentlichen Einfluss auf die Nutzung des Fahrrads hat und die Ergebnisse entsprechend einzuordnen sind. Die Entwicklung bestätigt zugleich die Bedeutung attraktiver und sicherer Bedingungen für den Radverkehr. Die Ergebnisse der jährlichen Verkehrszählung und das Radwegebauprogramm 2026 bis 2032 werden dem Verkehrsausschuss des Stadtrats in einer seiner nächsten Sitzungen vorgestellt.
Das Ziel der Stadt Nürnberg ist weiterhin, die Mobilität in Nürnberg für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer sicher, leistungsfähig und zukunftsfähig zu gestalten – unter Berücksichtigung sowohl der verkehrspolitischen Zielsetzungen des Mobilitätsbeschlusses als auch der finanziellen Möglichkeiten der Stadt. tom