Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 1200 / 26.10.2026

Filmhaus Nürnberg ausgezeichnet: Lotte-Eisner-Preis für herausragendes Kinoprogramm

Am Samstag, 24. Oktober 2026, wurde das Filmhaus im KunstKulturQuartier in der Deutschen Kinemathek in Berlin mit dem Lotte-Eisner-Preis des Kinematheksverbunds ausgezeichnet. Der mit 6 000 Euro dotierte Preis würdigt das kommunale Kino mit seinen sehr gut kuratierten Programmen, die eine begeisterte wie kritische Auseinandersetzung mit der Filmgeschichte ermöglichen. „Mit dem Hauptpreis für das Filmhaus Nürnberg wird ein Ort ausgezeichnet, der auf vorbildhafte Weise Kino als politischen und ästhetischen Raum für ein äußerst heterogenes Publikum versteht. Nürnberg ist dank seines Filmhauses eine cineastische Metropole“, so die Begründung der Jury.

Oberbürgermeister Marcus König: „Die Auszeichnung mit dem wichtigsten deutschen Preis für herausragende Kinoprogrammarbeit freut mich sehr. Sie würdigt das kontinuierliche Engagement des gesamten Filmhaus-Teams für ein anspruchsvolles Filmprogramm und eine nachhaltige Film- und Bildungsarbeit.“

Mit den Kinopreisen des Kinematheksverbunds werden jährlich Kinos und Initiativen ausgezeichnet, die mit Kreativität, filmhistorischer Kompetenz und Leidenschaft zur Vielfalt der Kinokultur beitragen. Insgesamt stehen dafür 30 000 Euro zur Verfügung. Über die Vergabe entscheidet eine Jury. Die Namenspatin des Hauptpreises des Kinematheksverbunds, Lotte H. Eisner (1896–1983), zählte zu den prägendsten Persönlichkeiten der Filmkultur des 20. Jahrhunderts. Sie war langjährige Kuratorin und Chefarchivarin der Cinémathèque française in Paris sowie Wegbereiterin des deutschen Autorenfilms.

Das kommunale Filmhaus Nürnberg ist seit dem Jahr 2000 im Künstlerhaus beheimatet. Mit thematischen Filmreihen, Festivals und vielfältigen Veranstaltungen verbindet es an 365 Tagen im Jahr Filmkunst, Unterhaltung und kontinuierliche Filmbildung. 2025 begrüßte das Filmhaus über 35 000 Besucherinnen und Besucher bei rund 2 000 Programmpunkten, darunter rund 10 000 Schülerinnen und Schüler in über 300 Bildungsveranstaltungen. Für sein vielstimmiges und vielsprachiges Programm kooperiert das Filmhaus mit mehr als 100 Partnern aus Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft. Damit eröffnet es unterschiedliche Zugänge sowohl zum Kino als auch zur Filmgeschichte und fördert gleichzeitig mit jeder Vorstellung den kulturellen Austausch in der Stadt.      ja

1 Anhang