Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 1213 / 29.10.2026

Umweltreferentin besucht geförderte Nachhaltigkeitsprojekte – Circle Farming und segment#BRAUCHBAR

Im Oktober 2026 besuchte Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg, zwei Projekte, die zeigen wie vielfältig Kreislaufwirtschaft in Nürnberg bereits umgesetzt wird. Dabei stehen das Forschungskollektiv Circle Farming und segment#BRAUCHBAR stellvertretend für die 55 ehrenamtlich getragenen Initiativen, die dieses Jahr durch Zuschüsse der Lokalen Agenda 21 der Stadt Nürnberg in Höhe von insgesamt 100 000 Euro unterstützt wurden. Die Projekte erforschen, wie in Nürnberg Ressourcen geschont, Materialien wiederverwendet und nachhaltige Lösungen für die Zukunft entwickelt werden können.

Umwelt- und Gesundheitsreferentin Britta Walthelm informierte sich bei ihren Besuchen vor Ort über die Arbeit der Engagierten und die Möglichkeiten, nachhaltige Ansätze in der Stadt weiterzuentwickeln. „Eine zukunftsfähige Stadt entsteht, wenn wir neue Wege gehen und unseren Umgang mit Ressourcen grundlegend überdenken. Dafür braucht es Menschen, die Ideen entwickeln, Verantwortung übernehmen und zeigen, dass nachhaltige Alternativen im Alltag funktionieren. Die Lokale Agenda 21 unterstützt dieses Engagement und schafft Raum für innovative Lösungen, die den Wandel in Nürnberg konkret voranbringen“, so Britta Walthelm.

Circle Farming: Nachhaltige Lebensmittelproduktion erforschen
Das Forschungskollektiv Circle Farming beschäftigt sich mit innovativen Formen der urbanen Lebensmittelproduktion. Im Mittelpunkt stehen wasserkreislaufbasierte Anbausysteme, bei denen Pflanzen und Fische in einem technisch gesteuerten Wasser- und Nährstoffkreislauf erzeugt werden beziehungsweise heranwachsen. Diese Ansätze können den Verbrauch von Wasser, Fläche und Nährstoffen reduzieren.

Gemeinsam mit verschiedenen Initiativen aus Nürnberg und Umgebung untersucht das Kollektiv, welchen Beitrag solche Anbaumethoden zu einer ökologisch und sozial nachhaltigen Lebensmittelversorgung leisten können. Die Verbindung von Urban Gardening, technischer Innovation und gemeinschaftlicher Forschung eröffnet neue Perspektiven für die Nutzung städtischer Ressourcen.

segment#BRAUCHBAR: Kreisläufe im Kulturbereich stärken
Wie Kreislaufwirtschaft im Kulturbereich konkret funktioniert, zeigt das geförderte Leuchtturmprojekt segment#BRAUCHBAR mit Sitz in der Nürnberger Kongresshalle. Die Initiative setzt dort an, wo Theater-, Film-, Messe- und Eventproduktionen enden und häufig große Mengen an Materialien hinterlassen. Nach einem oft nur kurzen Einsatz werden Bühnenbilder, Requisiten, Kostüme und weitere Ausstattung nicht mehr benötigt. Statt sie zu entsorgen, werden die Dinge gesammelt, aufbewahrt und für eine erneute Nutzung bereitgestellt.

Ziel ist es, wertvolle Materialien im Kreislauf zu halten und Kulturschaffenden und weiteren Interessierten zugänglich zu machen. Was für eine Produktion nicht mehr gebraucht wird, kann andernorts erneut zum Einsatz kommen – auf der Bühne, bei Filmprojekten, in künstlerischen Arbeiten oder bei Veranstaltungen. Durch Wiederverwendung, kreatives Upcycling und die Weitergabe gebrauchter Materialien werden Abfälle vermieden, Ressourcen geschont und Kosten reduziert.

Derzeit laufen zudem Gespräche, um eine mögliche Zusammenarbeit zwischen dem zirkulären Kaufhaus zirka und segment#BRAUCHBAR zu eruieren.

Nachhaltigkeit bei der Stadt Nürnberg
Nachhaltigkeit ist bei der Stadt Nürnberg seit Langem ein Thema und begann bereits 1997 in den frühen Jahren der Nürnberger Agenda 21-Bewegung. Nachhaltigkeit umfasst viele Facetten, Themen und Projekte: Die Stadt Nürnberg ist Fairtrade-Town und verfolgt eine nachhaltige Beschaffung. Mit einer Kreislaufwirtschaftsstrategie wird versucht, den Ressourceneinsatz durch Wiederverwendung, Reparatur oder Instandhaltung zu minimieren. Das Nachhaltigkeits-Monitoring zeigt die nachhaltige Entwicklung der Stadt mit ihren Stärken und Herausforderungen anhand von Kennzahlen im Jahresvergleich. 2027 feiert die Nürnberger Agenda 21 ihr 30-jähriges Bestehen.    let

Weitere Informationen zur Projektförderung der Lokalen Agenda 21 unter: nuernberg.de/internet/agenda21/foerderung.html

 

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