Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 1223 / 30.10.2026

Schulbau in Nürnberg: Stadt schafft und erhält Räume für gute Bildung

Neue Schulgebäude, sanierte Bestandsgebäude und modernisierte Fachräume: An Nürnbergs Schulen wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Bau- und Sanierungsmaßnahmen umgesetzt. Weitere große Projekte befinden sich in der Bauausführung. Gleichzeitig stellt die angespannte Haushaltslage die Stadt vor die Aufgabe, notwendige Investitionen zu priorisieren. In der Sitzung des Bildungsausschusses am heutigen Freitag, 30. Oktober 2026, wurde der aktuelle Sachstandsbericht zu den Baumaßnahmen im Schulbereich vorgestellt. Er gibt einen Überblick über den Stand der Projekte sowie zukünftige Vorhaben und zeigt, welche Vorhaben von der Haushaltssperre betroffen sind.

„Gute Lernbedingungen brauchen Räume, die funktionieren und den Anforderungen eines zeitgemäßen Unterrichts entsprechen. Deshalb müssen wir sowohl in neue Schulgebäude investieren als auch unsere bestehenden Schulen erhalten und modernisieren. Angesichts der schwierigen Haushaltslage kommt es darauf an, die notwendigen Maßnahmen verantwortungsvoll zu priorisieren“, sagt Bildungsreferentin Cornelia Trinkl.

Zu den zuletzt abgeschlossenen Maßnahmen zählen die Sanierung von Dach, Fassade und Fenstern der Bismarckschule sowie der Neubau des Schulcampus Werderau. Auch die Sanierung des Interimsstandorts in der Pilotystraße und der Neubau der Grundschule Ludwig-Uhland-Schule sind abgeschlossen und in Betrieb. Die Neugestaltung des Schulspielhofs und der Freisportfläche an der Georg-Paul-Amberger-Schule wurde ebenfalls abgeschlossen.

Zahlreiche große Vorhaben befinden sich weiterhin in der Bauausführung. Dazu gehört der Neubau des Schulzentrums an der Breslauer Straße, an dem ein neues Schulzentrum mit einem Investitionsvolumen von rund 192 Millionen Euro entsteht. Auch der Neubau des Martin-Behaim-Gymnasiums sowie die Generalsanierung der Mittelschule Ludwig-Uhland-Schule sind in Arbeit.

Weitere wichtige Projekte sind der Neubau der Grundschule Henry-Dunant-Schule, für den der Umzug in den Osterferien 2027 geplant ist, sowie der Neubau der Grundschule Eibach am Fürreuthweg. Hier ist der Umzug für die Faschingsferien 2027 vorgesehen.

Auch Sanierungen bleiben ein wichtiger Bestandteil des Bauprogramms. Dazu zählen unter anderem die Dachsanierung der Reutersbrunnenschule, die Sanierung von Dach und Fassade des Willstätter-Gymnasiums und die Generalsanierung der Grundschule St. Johannis.

Die Haushaltssperre wirkt sich während ihrer Dauer auf mehrere weitere Schulbauprojekte aus. Im Sachstandsbericht sind unter anderem der Erweiterungsbau der Grundschule Friedrich-Hegel-Schule, die Sanierung der Sporthallen am Berufsbildungszentrum (BBZ) sowie die Generalsanierung der Ketteler-Schule entsprechend gekennzeichnet. Ebenfalls betroffen ist der zweite Bauabschnitt des Sportmodulbaus an der Carl-von-Ossietzky-Schule.

Die Kennzeichnung macht deutlich, bei welchen Vorhaben die Haushaltssperre zu berücksichtigen ist. Sie bedeutet nicht, dass sämtliche betroffenen Projekte endgültig aufgehoben wurden. Die weitere Umsetzung hängt von den haushalterischen Rahmenbedingungen und den erforderlichen Entscheidungen ab.

Neben den großen Bauprojekten investiert die Stadt in die Modernisierung von Fachunterrichtsräumen, Schulküchen und Werkstätten. Die Modernisierungspauschale ermöglicht es, bestehende Einrichtungen zu erneuern und an neue technische und lehrplanbedingte Anforderungen anzupassen.

Zu den abgeschlossenen beziehungsweise bereits begonnenen Maßnahmen gehören hier die Sanierung der Biologieräume und der Physik am Dürer-Gymnasium sowie die Sanierung der Schullehrküche an der Mittelschule Georg-Holzbauer-Schule. An der Fachoberschule Lothar-von-Faber wird die Direktorenvilla für die Nutzung als Werkstätten ertüchtigt.

Gleichzeitig sind auch im Bereich der Fachunterrichtsräume Vorhaben von der Haushaltssperre betroffen. Dazu zählen die Sanierung der Schullehrküche an der Mittelschule St. Leonhard und die Sanierung der Biologieräume am Pirckheimer-Gymnasium.

Die für die Modernisierungspauschale vorgesehenen Mittel sollen angesichts der aktuellen Haushaltslage ab 2027 von jährlich 2,5 Millionen Euro auf 2,1 Millionen Euro reduziert werden.

Der Sachstandsbericht verdeutlicht, wie vielfältig die Aufgaben im Nürnberger Schulbau sind: Neben dem Ausbau der Schulkapazitäten müssen bestehende Gebäude erhalten, technische Anlagen funktionsfähig gehalten und Fachräume regelmäßig modernisiert werden. Die Stadt setzt die Planung und Abstimmung der Maßnahmen gemeinsam mit den zuständigen Stellen fort. Dabei gilt es, den baulichen Bedarf, die pädagogischen Anforderungen und die verfügbaren finanziellen Mittel miteinander in Einklang zu bringen.    let