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Nr. 440 / 12.05.2006
 

Weiterer Baustein zur Stärkung des OpenSource Standorts
Nürnberg – Linux Business Campus e.V. (LBCN) gegründet

 
Experten, die jahrelange internationale Erfahrung im Linux- und Open Source-Geschäft vorweisen können, die Stadt Nürnberg und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, haben am heutigen Freitag, 12. Mai 2006, den Verein Linux Business Campus Nürnberg gegründet. Unter Linux wird ein freies Betriebssystem für Computer verstanden. Es zählt zur so genannten Open Source-Software, da der Quellcode des Programms frei erhältlich ist und nach Belieben weiterentwickelt werden darf. Open Source-Lösungen zählen zu den Technologiefeldern mit deutlich überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial.

„Mit dem Linux Business Campus Nürnberg schaffen wir eine geeignete Plattform, um Nürnberg noch stärker als Open Source-Standort zu positionieren und nationale wie internationale Unternehmen für Nürnberg zu gewinnen“, zeigt sich Wirtschaftsreferent  Dr. Roland Fleck vom Zukunftspotenzial dieser Initiative überzeugt. „Ganz im Sinne der
bayerischen Clusterinitiative wird dieses Netzwerk aus Wirtschaft und Wissenschaft intensive Kooperationen ermöglichen und so Innovationspotenziale erschließen und Produktivitätsfortschritte erzielen“, zieht Dr. Fleck eine Parallele zur Clusterstrategie des Freistaats Bayern, die darauf abzielt, eine noch höhere Innovations - und Entwicklungsdynamik im High-Tech-Cluster Informations- und Kommunikationstechnik zu erreichen.

Der Verein wird den so genannten Linux Business Campus im Maxtorhof Nürnberg aufbauen. Dieser Campus, in unmittelbarer Nähe zur Software-Schmiede SuSE/Novell und deren Porting & Migration Center gelegen, soll für junge Softwareunternehmen, fokussiert auf Open Source und Linux, ein ideales Umfeld schaffen, um auf dem dynamisch wachsenden Markt für Open Source-Lösungen erfolgreich zu sein. Günstige Mieten für junge Unternehmen, maßgeschneiderte, flexible Flächen und Mietvertragslaufzeiten, die verkehrsgünstige, zentrale Lage, eine moderne Infrastruktur mit zahlreichen Gemeinschaftseinrichtungen, ein umfangreiches Serviceangebot sowie die Unterstützung durch die international erfahrenen Campus Coaches und deren Expertennetzwerk sind die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung. Der Linux Business Campus kann außerdem auf ein eingespieltes Netzwerk von Wirtschaft und Wissenschaft zurückgreifen. Das ermöglicht den direkten Draht zu aktiven Open Source-Firmennetzwerken sowie Hochschuleinrichtungen und Unternehmen, die sich speziell mit diesem Thema beschäftigen.

Der designierte Vereinsvorsitzende Richard Seibt, langjähriger, erfahrener Software Manager, unter anderem früher als Geschäftsführer beziehungsweise Vorstand bei IBM, United Internet, SuSE und Novell, ist überzeugt, dass Nürnberg der richtige Standort für einen Linux Business Campus ist. „Mit dem gesammelten Know-how der Campus Coaches wollen wir die jungen Firmen nicht nur bei der Entwicklung von Open Source-Lösungen unterstützen, sondern sie auch konsequent an den Markt heranführen. Wir verfügen weltweit über Partner, und nichts ist wichtiger für innovative junge Unternehmen als internationale Vertriebskontakte, Marketing-Wissen und der direkte Zugang zu Wagniskapitalgebern.“

„Als Stadt verstehen wir uns als verlässlicher Partner der IT-Branche, der konsequent am Ausbau des Know-hows und den Entwicklungsmöglichkeiten für IT- und hier insbesondere Open Source-Firmen arbeitet,“ kommentiert  Dr. Roland Fleck die Mitgliedschaft der Stadt Nürnberg in diesem Verein. „Wenn wir in einer der zukunftsträchtigsten Teilbranchen der Informationstechnologie international dauerhaft eine Spitzenposition einnehmen wollen, müssen die vorhandenen Ressourcen gezielt durch Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, wissenschaftliche Einrichtungen, Technologiemarketing in diesem speziellen Umfeld und Unternehmensansiedlungen ergänzt werden. Der Linux Business Campus Nürnberg ist die richtige Keimzelle für diese Aktivitäten“, so Dr. Roland Fleck weiter.   cg