Stadt Nürnberg
Nachrichten aus dem Rathaus
   
Nr. 105 / 03.02.2010

Vom Stigma zum „Standortfaktor“: Das KZ Flossenbürg

 
Was bedeutet das KZ Flossenbürg für den Ort selbst? Dieser Frage geht Dr. Jörg Skriebeleit in seinem Vortrag „Vom Stigma zum ‚Standortfaktor‘: Das KZ Flossenbürg“ nach. Der Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg referiert am Dienstag, 9. Februar 2010, um 18.30 Uhr im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Bayernstraße 110. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen werden unter Telefon 0911 / 2 31-56 66 entgegen genommen.

Der heutige Bekanntheitsgrad der ehemaligen Konzentrationslager leitet sich nicht automatisch von ihrer historischen Bedeutung ab. Die Erinnerung an die dort begangenen Verbrechen wird ganz entscheidend geprägt durch die Darstellung des Vergangenen. So gehörte das Konzentrationslager Flossenbürg, obwohl es früher als andere zur Gedenkstätte wurde, bald zu den vergessenen Lagern.
 
Dr. Jörg Skriebeleit analysiert in seinem Vortrag die Wahrnehmungs- und Rezeptionsgeschichte des Erinnerungsorts Flossenbürg. Dabei befasst er sich unter verschiedenen Gesichtspunkten mit der Frage, was in Flossenbürg Eingang in das kulturelle Gedächtnis finden konnte – oder eben nicht. Besondere Beachtung findet hierbei die Kommune Flossenbürg. Deren Haltung zum früheren Konzentrationslager ändert sich: Wurde das KZ bislang als Stigma empfunden, wandelt es sich allmählich zum „Standortfaktor“.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg unddem Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. statt. alf