Stadt Nürnberg
Nachrichten aus dem Rathaus
   
Nr. 134 / 21.02.2011

Gespräch über ein fast vergessenes KZ

 

„Happurg und Hersbruck – ein fast vergessenes KZ?“ fragt eine prominent besetzte Gesprächsrunde und diskutiert über Perspektiven für die Erinnerungsorte. Die öffentliche Veranstaltung findet statt am Montag, 28. Februar 2011, um 18.30 Uhr im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Bayernstraße 110. Teilnehmer sind Karl Freller, Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, Dr. Jörg Skriebeleit, Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, Robert Ilg, Bürgermeister von Hersbruck, sowie Thomas Wrensch als Vertreter des Vereins Dokumentationsstätte KZ Hersbruck. Die Veranstaltung wird moderiert von Rainer Volk vom Bayerischen Rundfunk, München. Der Eintritt ist frei.

Hersbruck und Happurg haben sich mit der Erinnerung an das größte KZ-Außenlager in Nordbayern mit fast 10 000 Häftlingen und mehr als 4 000 Toten jahrzehntelang sehr schwer getan. Der Abriss der ehemaligen Kommandantur als letztem erhaltenen Gebäude des Konzentrationslagers erfolgte erst 2008/2009. 2007 wurde eine Skulptur des ehemaligen Häftlings Vittore Bocchetta als Denkmal aufgestellt. Seit 2009 bieten einige Informationsstelen historische Orientierung.

Doch wie geht es weiter in Hersbruck und Happurg? Was hat die zuständige Stiftung Bayerische Gedenkstätten vor? Wie stehen die Stadt Hersbruck, wie engagierte Bürger, wie die Politik dazu? Diese und weitere Fragen werden – auch mit dem Publikum – diskutiert. Die Gesprächsrunde ist Bestandteil des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Rückkehr. Gemälde und Skulpturen von Vittore Bocchetta“, die noch bis zum 26. Juni 2011 im Dokumentationszentrum zu sehen ist.