Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 495 / 29.04.2014

Historischer Rathaussaal: Kostenschätzung

Bei der Europawahl am 25. Mai 2014 können die wahlberechtigten Nürnberger Bürgerinnen und Bürger über eine Umgestaltung des Historischen Rathaussaals abstimmen. Eine wichtige Rolle dürften bei der Entscheidung die voraussichtlichen Kosten spielen. Den Kostenrahmen für eine Ausmalung des Historischen Rathaussaals nach dem Vorschlag der Altstadtfreunde schätzt die Stadt Nürnberg auf circa 6,5 bis 9 Millionen Euro – je nach künstlerischer Qualität. Der Kostenrahmen für das Konzept der Stadtverwaltung – Einbindung des Historischen Rathaussaals in eine „Historische Bildungsachse“ – liegt bei insgesamt etwa 1,5 Millionen Euro.

Basis der Kostenschätzung für eine Ausmalung ist eine Hochrechnung aus dem Wettbewerb in den 80er Jahren. Enthalten hierin sind die Kosten für den Künstler oder die Künstlerin, Gerüststellung und Vorbereitung beziehungsweise Ersatz des Untergrunds sowie Anpassung von Elektrik und Lüftung. Nicht enthalten sind die mögliche Gestaltung des Tonnengewölbes, statische Anpassungen sowie Mietausfälle während der der Zeit der Ausgestaltung von etwa drei bis vier Jahren. Diese betragen für circa 100 Veranstaltungen pro Jahr etwa 150 000 Euro (2013: 150 000 Euro, 2012: 165 000 Euro), insgesamt also zwischen 450 000 und 600 000 Euro. Dazu kommen Anmietungskosten für eigene Veranstaltungen der Stadt Nürnberg, die während der Bauzeit nicht im historischen Rathaussaal durchgeführt werden können.

Der Betrag für das Konzept der Stadtverwaltung setzt sich zusammen aus den Baukosten für die Sicherung der wertvollen Reste, deren Dokumentation und Elektroarbeiten in Höhe von circa 500 000 Euro sowie den Kosten für das multimediale Informationssystem in Höhe von rund 1 Million Euro. Auch hier sind die Gestaltung des Tonnengewölbes sowie mögliche Mietausfälle und Kosten für Anmietungen nicht enthalten.

Allerdings sind hier die Zeiten, in denen der Rathaussaal während der Umsetzung nicht genutzt werden kann, deutlich kürzer. Dazu kommen Kosten für temporäre Angebote, die – je nach Format – bei 50 000 bis 185 000 Euro pro Veranstaltung liegen.

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