Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 1017 / 23.09.2014

Ehemaliges AEG-Areal wird
High-Tech-Hochschulstandort

Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly und Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas begrüßen die Entscheidung des Freistaats Bayern, den Nord- und Südostteil des ehemaligen AEG-Areals in der Nürnberger Weststadt zum Zwecke der Hochschulnutzung zu erwerben. Der Freistaat macht mit seiner Ankündigung, bis Ende des Jahres 2015 rund 150 000 Quadratmeter auf dem ehemaligen AEG-Areal („auf AEG“) zu erwerben, den Weg frei für eine umfassende Restrukturierung der Universität Erlangen-Nürnberg. In der Nürnberger Weststadt entsteht damit in den kommenden 20 Jahren durch die Verlagerung anwendungsorientierter, technischer Lehrstühle ein nordbayerisches Technologiezentrum für Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit.

Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly sagt: „Ich begrüße die Entscheidung des Freistaats Bayern für Nürnberg. Sie wertet nicht nur den Hochschulstandort Nürnberg auf, sondern wird auch zu einer deutlichen Verbesserung der Stadtstruktur im Nürnberger Westen führen. Das ganze Quartier wird davon profitieren. Die positiven Auswirkungen werden für alle Nürnbergerinnen und Nürnberger zu spüren sein. Dies schafft auch die Voraussetzungen für eine Stärkung von Wissenschaft und Hochschulen im Kern der Metropolregion.“

Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas unterstreicht: „Der Ankauf des AEG-Areals durch den Freistaat ermöglicht den Ausbau Nürnbergs zu einem High-Tech-Hochschulstandort. Die heute verkündete Entscheidung bedeutet für Nürnberg mittelfristig bis zu 50 Lehrstühle, 850 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie 5 000 neue Studierende in zwölf attraktiven Studiengängen. Das AEG-Areal wird zu einem High-Tech-Campus, der technologieorientierte Unternehmen und Startups anziehen wird. So entsteht ein wissenschaftlich-kreativer Pool, der Nürnberg als High-Tech-Standort weiteren Schub verleiht.“

Das vom Freistaat zu erwerbende Areal umfasst neben dem Südostteil, in dem bereits der Energie Campus Nürnberg (EnCN) und der Nuremberg Campus of Technology (NCT) ansässig sind, auch das sogenannte Nordareal zwischen der Muggenhofer Straße und den Pegnitzwiesen. Eine einzigartige Zusammenarbeit zwischen der Technischen Hochschule Georg-Simon-Ohm und der Universität Erlangen-Nürnberg, die bereits mit dem Nuremberg Campus of Technology begonnen wurde, kann nun fortgesetzt und intensiviert werden. Zudem bietet der Standort auch Raum für außeruniversitäre Forschungseinrichtungen.

Anstoß für die positive Entwicklung auf dem AEG-Areal gab die Ansiedelung des Energie Campus Nürnberg im Jahr 2011, an der das Wirtschaftsreferat intensiv beteiligt war. Seit der Ansiedelung der Energieforschung im Nürnberger Westen wurden sukzessive weitere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf dem ehemaligen AEG-Areal etabliert.

Im Rahmen des Restrukturierungsprogramms der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg wird die Lehrerbildung an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät mit rund 1 800 Studierenden nach Erlangen verlagert. Durch die Neuansiedlungen auf dem ehemaligen AEG-Areal wird die Friedrich-Alexander-Universität an ihrem Nürnberger Standort in der Summe mehr Studierende als heute haben. Gleichwohl bleibt bezogen auf die Lehrerbildung eine „Träne im Knopfloch“, wie OB Maly formulierte. „Die Erziehungswissenschaften sind zusammen mit den Hochschulen für Sozialwesen und der Fachakademie ein pädagogisch-didaktisches Kompetenzzentrum und sie sind – was oft vergessen wird – eine Gründung der Stadt Nürnberg. In der Summe ist die heutige Ankündigung dennoch eine gute Nachricht für unsere Stadt.“

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