Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 1132 / 09.10.2015

Flüchtlinge: Bürgertelefon weiterhin erreichbar

Zum Ende dieser Woche (41. Kalenderwoche) beendet die Stadt Nürnberg den Einsatz im derzeit nicht mehr belegten Camp für Transitflüchtlinge im Stadionbad. Die dort aufgestellten Zelte bleiben jedoch noch für eventuelle Notfallunterbringungen stehen. Das Bürgertelefon für Ehrenamtliche bleibt weiterhin besetzt. Unter der Rufnummer 09 11 / 2 31-23 44 können sich von Montag bis Freitag jeweils von 10 bis 18 Uhr Bürgerinnen und Bürger melden, die den flüchtenden Menschen ein freundliches Willkommen geben und ihnen zur Seite zu stehen möchten.

Bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Referats für Jugend, Familie und Soziales der Stadt Nürnberg haben sich in den vergangenen drei Wochen über 420 Personen gemeldet, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren möchten. „Die Palette der Angebote reicht von der Mithilfe bei der Essenausgabe über alltagssprachliche Übungen bis zu Stadtführungen in vielen verschiedenen Sprachen“, berichtet der Koordinator des Bürgertelefons, Dr. Uli Glaser. Auch Ideen für die Freizeitgestaltung gehen beim Bürgertelefon ein. „Der Schachclub Schwarz-Weiß Nürnberg e.V. möchte mit Flüchtlingen Schach spielen, eine Damenrunde lädt zum gemeinsamen Handarbeiten ein.“

Nach wie vor wollen drei Viertel aller Anrufenden ehrenamtlich für die Flüchtlinge tätig werden, etliche machen konstruktive Vorschläge etwa für Unterbringungsmöglichkeiten oder bieten Wohnungen für Menschen mit Aufenthaltsstatus an. Manche Anrufer äußern sich auch besorgt zum Beispiel über Müllvorkommen in der Nähe von Flüchtlingsunterkünften.

Die über die städtische Internetseite www.fluechtlingshilfe.nuernberg.de aufrufbare Datenbank Bürgernetz, in der konkrete Gesuche zur Flüchtlingshilfe zu finden sind, verzeichnet einen enormen Zuspruch. „Vor dem August hatten wir monatlich etwa 6 000 Aufrufe, im August dann 12 000 und im September waren es 15 000“, erzählt Dr. Glaser und konstatiert: „Die Hilfsbereitschaft der Nürnbergerinnen und Nürnberger ist überwältigend. Alle in der Flüchtlingshilfe tätigen Organisationen haben inzwischen lange Wartelisten von Ehrenamtlichen, die auch zum Einsatz kommen wollen.“

Wer sich vom Bürgertelefon auf die Interessentenliste hat eintragen lassen, wird über einen stetig anwachsenden Mailverteiler über aktuelle Nachfragen informiert. „Wir haben die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in Schichten eingeteilt, sodass wir jederzeit reagieren können und bei einer Notfallaufnahme von Transitflüchtlingen schnell ein Team vor Ort einsetzen können“, sagt Dr. Uli Glaser vom Sozialreferat. Auch stehen inzwischen 100 Personen für Übersetzungshilfen etwa für Arabisch oder das iranische Farsi bereit. alf

Stadt Nürnberg

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