Nr. 397 / 21.04.2016
Die britische Künstlerin Fiona Banner, die erstmals in Deutschland in der retrospektiv angelegten Ausstellung „Scroll Down And Keep Scrolling“ zu sehen ist, setzt sich mit Krieg, Macht, Gewalt und Korruption auseinander. Das sind auch Themen des Internationalen Filmfestivals für Menschenrechte, das alle zwei Jahre in Nürnberg stattfindet. Festivalleiterin Andrea Kuhn spricht über die Ausstellung am Mittwoch, 27. April 2016, um 20 Uhr in der Kunsthalle Nürnberg, Lorenzer Straße 32, mit der Kuratorin der Ausstellung, Ellen Seifermann, Willi Stöhr, Leiter der Evangelischen Stadtakademie Nürnberg, und Prof. Dr. Ralf Frisch, Evangelische Hochschule Nürnberg. Die Teilnahme am Kunstgespräch „Reden über Kunst“ kostet 2 Euro, der Eintritt in die Ausstellung ist ab 18 Uhr frei.
Fiona Banner setzt in ihren Werken Schrift und Bild gleichwertig als künstlerische Strategien ein. Bekannt wurde sie mit ihren sogenannten „Wordscapes“, in denen sie Kriegs- oder Pornofilme detailgetreu nacherzählt, um so die unterschiedliche Wirkung von Worten und Bildern zu demonstrieren. Die aktuelle Werkgruppe „Mistah Kurtz – He Not Dead“ stellt anhand Joseph Conrads Novelle „Herz der Finsternis“ dieses Thema in den Mittelpunkt. In der Person des korrupten Handelsagenten Mr. Kurtz schildert Conrad die Auswirkungen von Kolonialisierung, Machtgier und Rassismus im Kongo.
Leitung: Dr. Siegfried Zelnhefer
Fünferplatz 2
90403 Nürnberg
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