Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 61 / 19.01.2017

Verkehrsberuhigung im Stadtteil Gärten bei Wöhrd

Im Stadtteil Gärten bei Wöhrd sollen Anwohnerinnen und Anwohner vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Ein entsprechendes Konzept liegt dem Verkehrsausschuss des Stadtrats am Donnerstag, 26. Januar 2017, zum Beschluss vor. Kern der Planung ist eine Zweibahnregelung in der Bauvereinstraße und in der Bartholomäusstraße sowie die Einführung beziehungsweise Ausweitung der Tempo-30-Regelung in beiden Straßen. Als Voraussetzung dafür sollen beide Straßen aus dem Hauptverkehrsstraßennetz herausgenommen werden.

Um neue Routen für den Durchgangsverkehr durch das Gebiet zu verhindern, soll die gegenwärtig geltende Verkehrsführung am Knoten Bauvereinstraße / Bartholomäusstraße weitgehend beibehalten werden. Lediglich die Kreuzung der Bauvereinstraße mit der Georg-Strobel-Straße muss umgestaltet und die Ampel abgebaut werden, weil Ampeln an Kreuzungen in neuen Tempo-30-Zonen nicht zulässig sind. Mit dem Konzept zur Verkehrsberuhigung kommt das Verkehrsplanungsamt den Wünschen von Bewohnerinnen und Bewohnern des Viertels entgegen. Die Planungen erfolgten in Abstimmung mit dem Bürgerverein. Die Kosten betragen rund 250 000 Euro. Bedingt durch eine Vielzahl anderer anstehender Projekte ist die Umsetzung 2019 vorgesehen.

In der Bartholomäusstraße können die geänderten Verkehrsregelungen mit Hilfe von Markierungen realisiert werden, so dass keine Beiträge für die Anlieger anfallen. Ziel ist es, hier die beiden Fußgängerampeln, die nicht den Verkehr an Kreuzungen regeln, beizubehalten. Dafür sind allerdings noch Abstimmungen mit der Regierung von Mittelfranken erforderlich. Mit der Aufhebung der Einbahnregelungen können auch Radfahrerinnen und Radfahrer die Fahrbahn in beide Richtungen befahren. Insbesondere in der Bauvereinstraße wird dies aus Sicht des Verkehrsplanungsamts zur Reduzierung von Konflikten zwischen Fußgängern und Radfahrern führen, die derzeit den Gehweg in Richtung Stresemannplatz nutzen.

Das Konzept ist Bürgerinnen und Bürgern bei zwei öffentlichen Veranstaltungen vorgestellt und umfassend diskutiert worden, es fand bei den Anwesenden breite Zustimmung: „Hier kann mit relativ kleinen Maßnahmen und wenig Aufwand eine große Wirkung erzielt werden“, freut sich Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich. „Die gefahrenen Geschwindigkeiten werden sich reduzieren, der Radverkehr muss nicht mehr auf die Gehsteige ausweichen und für die Anlieger verbessert sich die Erreichbarkeit im Viertel.“ maj

Stadt Nürnberg

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