Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 401 / 26.04.2017

EU unterstützt Nürnberg beim Energiesparen

Zum 60-jährigen Bestehen der Europäischen Union (EU) wird bei der Stadt Nürnberg die europäische Kooperation großgeschrieben. Das Hochbauamt nimmt seit März 2016 an dem von der EU geförderten Projekt „Energy Data Innovation Network“ (EDI-Net) teil, mit dessen Hilfe der Energieverbrauch in kommunalen Gebäuden reduziert werden soll. Am Freitag, 5. Mai 2017, um 13 Uhr stellt Daniel F. Ulrich, Planungs- und Baureferent der Stadt Nürnberg, im Konferenzraum im Erdgeschoss des Baumeisterhauses, Bauhof 9, das Projekt EDI-Net der Öffentlichkeit vor. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Das Projekt mit insgesamt sieben Partnern aus Großbritannien, Spanien und Deutschland ist Teil des EU-Förderprogramms „Horizon 2020“ und soll dabei helfen, den Energieverbrauch und damit die Kosten und den CO2-Ausstoß beim Betrieb kommunaler Gebäude zu senken. Die EU stellt Fördermittel von insgesamt rund 1,5 Millionen Euro zur Verfügung, wobei die Stadt Nürnberg von einem Förderbetrag für das Projekt von rund 152 000 Euro profitiert. Ziel ist es, Instrumente zu entwickeln und zu testen, mit deren Hilfe die Nutzerinnen und Nutzer noch stärker als bisher für den Verbrauch sensibilisiert und die Anstrengungen zum Energiesparen weiter aktiviert werden.


Die Stadt Nürnberg muss für ihre rund 1 700 Gebäude Energiekosten in Höhe von etwa 40 Millionen Euro jährlich stemmen. Obwohl der gesamte Energie- und Wasserverbrauch aller städtischen Liegenschaften seit dem Jahr 2000 um etwa 35 Prozent gesenkt werden konnte, steigen die Kosten Jahr für Jahr. Dies ist ein Grund, warum sich das Hochbauamt im Sommer 2015 für die Teilnahme an EDI-Net beworben hat. „Unsere Partner aus Leicester (GB) und aus Barcelona entwickeln eine Software, die auf Basis komplexer, sogenannter Big Data Analysen den erwarteten Energieverbrauch präzise berechnen kann und das Ergebnis ganz ‚untechnisch‘ und für jedermann verständlich mit dem tatsächlichen Verbrauch des Gebäudes vergleicht“, erklärt Daniel F. Ulrich.

Aufgabe der Stadt Nürnberg ist das Bereitstellen von aktuellen Verbrauchsdaten ausgewählter Gebäude und das Feedback der jeweiligen Gebäudeverantwortlichen einzuholen. „Dabei wollen wir neben den Budget- und Energieverantwortlichen auch ausdrücklich die Nutzerinnen und Nutzer der Gebäude ansprechen – denn beispielsweise beeinflusst das Verhalten von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften natürlich stark den Energieverbrauch einer Schule. Neben der betriebswirtschaftlichen Auswertung ist daher auch eine Präsentation gänzlich ohne Zahlen möglich“, sagt Ulrich weiter. Das Projekt EDI-Net läuft noch bis Februar 2019 und soll schrittweise auch auf weitere interessierte Kommunen ausgeweitet werden. maj

Stadt Nürnberg

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