Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 966 / 22.09.2017

Dürer-Vorträge: Qualität der Kunst zur Reformationszeit

Zum 500. Reformationsjubiläum und parallel zur Ausstellung „Neuer Geist und neuer Glaube. Albrecht Dürer als Zeitzeuge der Reformation“ im Albrecht-Dürer-Haus untersuchen die diesjährigen Dürer-Vorträge die große Diskrepanz zwischen qualitätvoller Hoch- und derber Propaganda-Kunst zur Zeit des großen Umbruchs. Die Vorträge renommierter Fachgelehrter zum Thema „Grobes Zeug? Qualitätsfragen in den Künsten der Reformationszeit“ finden statt am Samstag, 30. September 2017, von 10 bis 17 Uhr im Stadtmuseum im Fembo-Haus, Burgstraße 15.

Dürer, Grünewald oder Cranach: Die Todesjahre der großen deutschen Genie-Generation um 1500 fallen noch in die Frühzeit der Reformation – und anscheinend kam nichts besseres nach. Oder hat sich die Spitzenkunst nur auf andere Genres wie etwa die Porträtmalerei oder die winzigen Kupferstiche der sogenannten „Kleinmeister“ verlagert? Die Diskrepanz zwischen grobschlächtigen Propaganda-Holzschnitten und treuherzigen Konfessionsbildern einerseits und erlesener Spitzenkunst andererseits scheint niemals so groß gewesen zu sein wie in der Reformationszeit.

Das Programm der Dürer-Vorträge:

9.45 Uhr Thomas Schauerte: Begrüßung und Einführung
10 Uhr Dr. Harald Tesan (Nürnberg):
Humanismus und Primitivismus. Zu Dürers Holzschnitt der Philosophie

11 Uhr

Gabriel Dette (Basel):
Epigonentum als Erfolgsmodell oder: copy and paste im 16. Jahrhundert? Hans Ritter, genannt Döring, zwischen Cranach und Dürer
12 Uhr Mittagspause

14 Uhr

Dr. Nausikaä El-Mecky (Heidelberg):
Verborgene Idole: Die Bildersucht der Zürcher Ikonoklasten
15 Uhr Daniel Rimsl (Regensburg):
Michael Ostendorfer zwischen Wallfahrtstaumel und Protestantismus
16 Uhr Dr. Stavros Vlachos (Bremen):
Pracht und Ausdruckskraft protestantischer Kunst im 16. Jahrhundert

Nach den einzelnen Vorträgen besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Dürer-Vorträge sind eine Kooperation der Museen der Stadt Nürnberg – Albrecht-Dürer-Haus, der Albrecht-Dürer-Haus-Stiftung e.V. und des Kulturreferats der Stadt Nürnberg. Ausführliche Informationen zu den Vorträgen und Referenten unter: www.duerervortraege.de boe

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