Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 1157 / 09.11.2017

Buchvorstellung zur „Aktion Reinhardt“

Vor 75 Jahren begann die systematische Ermordung der Juden im besetzten Polen. Unter dem Decknamen „Aktion Reinhardt“ erlangte die Tötung von etwa zwei Millionen Menschen traurige Berühmtheit. Der Historiker Prof. Dr. Stephan Lehnstaedt stellt am Donnerstag, 16. November 2017, um 18.30 Uhr im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Bayernstraße 110, sein 2017 erschienenes Buch „Der Kern des Holocaust. Belzec, Sobibór, Treblinka und die Aktion Reinhardt“ vor.

Die Opfer der „Aktion Reinhardt“ (1942/1943) waren allen voran polnische Juden, aber auch solche aus dem übrigen Europa sowie tausende Sinti und Roma. Sie wurden in die eigens errichteten Vernichtungslager Belzec, Sobibór und Treblinka gebracht, bei denen es sich um reine Todesfabriken handelte. Die Lagerstrukturen beschränkten sich auf das Nötigste: Hierher kamen die Deportierten nur, um innerhalb weniger Stunden ermordet zu werden. Dem am Touro College Berlin als Professor für Holocaust-Studien und Jüdische Studien lehrenden Historiker Stephan Lehnstaedt gelingt die schwierige Aufgabe einer akribisch genauen Rekonstruktion der historischen Vorgänge und gleichzeitiger Würdigung der Opfer.

Der Eintritt ist frei. Die Anmeldung unter Telefon 09 11 / 2 31-75 38 wird empfohlen. alf

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