Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 1226 / 27.11.2017

Bewerbungsbüro Kulturhauptstadt 2025 ist komplett

Die Besetzung des Büros für die Bewerbung Nürnbergs um den Titel der Kulturhauptstadt Europas 2025 ist komplett. Am 2. Januar 2018 übernimmt der Wissenschaftler und Kulturmanager Prof. Dr. Hans-Joachim Wagner die Leitung des im Mai 2017 in Räumen an der Spitalgasse 1 eröffneten Büros. Der Stadtrat hat diese Personalentscheidung in seiner jüngsten Sitzung am 23. November getroffen.

Bei der Vorstellung von Hans-Joachim Wagner am heutigen Montag im Nürnberger Rathaus stellte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly fest: „Prof. Wagner ist für uns ein echter Glücksfall. Er bringt eine wertvolle Außensicht ein, er ist bestens vernetzt in der Kulturszene und er hat bereits an ähnlichen Bewerbungsprozessen mitgewirkt.“

Auch Kulturreferentin Prof. Dr. Julia Lehner freut sich: „Jetzt beginnt die heiße Phase. Mit Prof. Wagner haben wir einen kompetenten Wissenschaftler, Praktiker und innovativen Denker mit vielfältigen nationalen und internationalen Erfahrungen an unserer Seite.“

Prof. Dr. Hans-Joachim Wagner (Jahrgang 1961) ist nach einem Studium der Musikwissenschaft, Deutschen Philologie und Kunstgeschichte als Kulturmanager, Kurator, Wissenschaftler und Autor tätig. Er arbeitete zuletzt als Fachbereichsleiter für Musik und Darstellende Künste bei der Kunststiftung NRW in Düsseldorf. Wagner war an den Opernhäusern in Koblenz und Köln als Produktionsdramaturg, persönlicher Referent des Intendanten und Mitarbeiter der Operndirektion tätig. Von 2002 bis 2006 arbeitete er als Musikreferent im Kulturamt der Stadt Köln und übernahm bei der Bewerbung der Stadt Köln um den Titel der Kulturhauptstadt Europas 2010 die Koordination des Bereichs Musik. In Köln kuratierte er das kulturelle Rahmenprogramm zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006, war künstlerischer Leiter des Festivals „Feste Musicali“ und des Kinder- und Jugendmusikfestivals „Stadt Klang Fluss“. Seit geraumer Zeit gilt sein besonderes Interesse dem zeitgenössischen Tanz und Theater, der Diversität kultureller Praxis und ihrer Sichtbarmachung.

Gemeinsam mit Bewerbungskoordinator Nico Degenkolb, Birgit Korder (Assistenz/Verwaltung) und dem neuen Mitarbeiter für Kommunikation, Andreas Kist, der im Januar 2018 von der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken ins Bewerbungsbüro wechseln wird, startet Wagner in die nun anstehende Phase der Themenkonkretisierung und Projektentwicklung.

Nächste Schritte der Bewerbung
Zentrale Aufgabe des Bewerbungsbüros ist die Abgabe eines etwa 100-seitigen Bewerbungsbuchs, das einen festen, von der Europäischen Kommission festgelegten Fragenkatalog beantworten muss.

Der Bewerbungsprozess gliedert sich in verschiedene Phasen. Nach der Grundsatzentscheidung des Stadtrats am 14. Dezember 2016, dass sich Nürnberg bewerben wird, folgte eine intensive Informationskampagne über die Bedingungen und Anforderungen einer Kulturhauptstadtbewerbung. In über 60 Veranstaltungen wurden mehr und mehr interne und externe Fachleute sowie die breite Bürgerschaft in Nürnberg und der Region angesprochen, um herauszufinden, welche Themen für die Nürnberger Bewerbung geeignet sein könnten. Mit der Eröffnung des Bewerbungsbüros im Mai 2017 startete ein umfassender Beteiligungsprozess. Alle Ergebnisse der verschiedenen Veranstaltungen fließen in die Bewerbung ein.

Kulturhauptfragen
So will zum Beispiel das Beteiligungsformat der „Kulturhauptfragen“ von den Bürgerinnen und Bürgern wissen: Was lieben wir so an Nürnberg, dass wir es Europa zeigen wollen? Was dürfen wir auf keinen Fall vergessen? Was wünschen wir uns für Nürnbergs Zukunft? Was macht Nürnberg einzigartig? Mehr als 1 500 Antworten sind schon eingegangen und erfasst worden. Die Aktion tourt weiter durch die Stadt. Hier kann auch online geantwortet werden. Zu Jahresbeginn 2018 werden die Fragen an 2025 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger der Stadt versendet, um einen breiten Querschnitt der Bevölkerung zu erreichen. Filmische Antworten geben unter anderem die Beiträge des Videowettbewerbs „Colours of Nürnberg“.

Kulturhauptstadt-Abende „Let‘s Talk“
Vertreter ehemaliger und zukünftiger Europäischer Kulturhauptstädte wie zum Beispiel Tallinn 2011 oder Galway 2020, internationale Experten und über 300 Nürnbergerinnen und Nürnberger tauschten sich über Bewerbungsprozesse aus und diskutierten Best-Practice-Beispiele. Die nächsten „Let‘s-Talk“-Abende im KunstKulturQuartier laden zum Austausch mit Verena Ringler von der Stiftung Mercator am 25. Januar 2018 und mit Ulrich Fuchs, Kulturhauptstadtmacher Marseille 2013, Linz 2009 und aktuell Mitglied der Auswahljury Kulturhauptstadt Europas, am 8. März 2018 ein.

Kulturhauptstadt-Tag „Let‘s Think“
Am 25. November 2017 fand der Kulturhauptstadt-Tag „Let‘s think“ mit rund 200 Bürgerinnen und Bürgern statt, die sich über mögliche Themen Gedanken machten. Diskutiert wurden unter anderem die Themenkomplexe Migration, Heimat und Diversity, Digitalisierung des Alltags, Zukunftsgerichtete Erinnerungskultur, Europa – Quo Vadis, Zukunft der Arbeit, Stadtraum und Lebensqualität, Nürnberg und die Europäische Kulturgeschichte. Am 9. Februar 2018 ist ab 17 Uhr in der Tafelhalle ein nächstes öffentliches Werkstattgespräch geplant.

Bewerbungsbüro Kulturhauptstadt Europas 2025. Spitalgasse 1, 90403 Nürnberg
Kulturhauptstadt@stadt.nuernberg.de, Tel. (0911) 231-2025-0
www.n2025.de

Weitere Informationen erhalten Sie beim Kulturreferat der Stadt Nürnberg.

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