Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 191 / 19.02.2018

Prager Frühling 1968 aus Sicht des Künstlers Jiří Kolář

In seinem „Tagebuch 1968“ gewährt der Tscheche Jiří Kolář (1914-2002) mit Hilfe von Ausschnitten aus der kommunistischen Tageszeitung „Rudé Právo“ (Rotes Recht) Einblicke in den Prager Frühling und seine gewaltsame Niederschlagung im August 1968. Die Kunsthistorikerin und Zeitzeugin Dr. Daniela Uher hält am Montag, 26. Februar 2018, um 18 Uhr den Vortrag „Prager Frühling 1968 – Aus Sicht des Künstlers Jiří Kolář“ im Bildungszentrum, Gewerbemuseumsplatz 2, Raum 3.11. Der Eintritt kostet 8 Euro, mit Nürnberg-Pass 4 Euro. Inhaberinnen und Inhaber der Bildungscampus-Card können diese Veranstaltung kostenfrei besuchen.

Die Collagen des „Tagebuchs 1968“ von Jiří Kolář spiegeln nicht nur das Tagesgeschehen, sondern auch einen Teil der Politik und Kulturgeschichte des Lands wider. Sie besitzen den Charakter einmaliger Dokumente von historischem Wert. Dr. Daniela Uher erforschte nicht nur das „Tagebuch 1968“, sie ist zugleich Zeitzeugin des Geschehens des entscheidenden Jahrs 1968 in Prag. Eine Anmeldung für die Veranstaltung (Kurs Nr. 00073) ist unter www.bz.nuernberg.de oder im BZ-Servicebüro, Gewerbemuseumsplatz 1, möglich. Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich.

Notstandsgesetze, eine erstarrte Gesellschaft und die mangelhafte Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit waren wesentliche Ursachen für den Beginn der Studentenrevolte im Jahr 1968. Drei weitere Veranstaltungen der Reihe „68er-Bewegung und ihre Folgen“ zu den Themen Musik, Mode und Frauenbewegung stellen die Frage nach dem Erbe von 1968 in Gegenwart und Zukunft. Informationen dazu finden sich im Internet. jos

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