Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 933 / 20.09.2018

Chance für das Volksbad

Die Zeichen stehen so günstig wie lange nicht, dass dank einer Sonderförderung des Freistaats Bayern das Volksbad saniert und wieder in Betrieb genommen werden kann. Ministerpräsident Dr. Markus Söder hat am heutigen Donnerstag, 20. September 2018, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz im Volksbad mit Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly zugesichert, dass das Land 18 Millionen Euro für die Revitalisierung zur Verfügung stellen wird.

Dr. Söder erklärte: „Das Volksbad mit seiner einmaligen Jugendstilarchitektur war bis zu seiner Stilllegung noch mehr: ein wichtiger Identifikationsort im Nürnberger Westen, den wir für die Menschen in Nürnberg wiederbeleben wollen. Gemeinsam mit der Stadt Nürnberg packen wir dieses Vorhaben jetzt an und beteiligen uns mit bis zu 18 Millionen Euro an der Sanierung des Volksbades.“

„Das ist eine ausgesprochen frohe Botschaft, die wir begrüßen und wofür wir uns sehr herzlich bedanken. Ein solches Geschenk kann man nicht ausschlagen“, sagte Dr. Maly. „Damit hilft der Freistaat, einen Herzenswunsch vieler Nürnbergerinnen und Nürnberger zu erfüllen. Ein traditionsreiches Hallenbad und Kulturgut kann revitalisiert werden. Mit dieser Unterstützung wird die Stadt jetzt ein Gesamtfinanzierungskonzept erarbeiten, mit dem sich dann auch der Stadtrat beschäftigen muss. Der Nürnberger Westen braucht ein Hallenbad. Der Freistaat schließt mit seinem Zuschuss die Lücke zwischen den Kosten für einen Neubau, der ohnedies nötig gewesen wäre, und den beim Volksbad entstehenden sanierungs- und denkmalbedingten Mehrkosten. Dabei ist für mich klar, dass das ,neue‘ Volksbad seinem Namen in jeder Hinsicht gerecht werden muss. Es muss ein Bad für jedermann werden mit ganz normalen Eintrittspreisen.“

Das Nürnberger Volksbad wurde im Januar 1914 eröffnet. Die sanierungsbedürftige Jugendstil-Perle ist aus Kostengründen nach einem Stadtratsbeschluss im Jahr 1994 stillgelegt worden. Seither gab es mehrere Initiativen der Stadt und von privater Seite, das Bad mit unterschiedlichen Konzepten wieder zu neuem Leben zu erwecken. Alle Pläne scheiterten bislang jedoch an der Finanzierung. sz

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