Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 1256 / 05.12.2018

Frisch sanierter Saal im Z-Bau erstmals in Betrieb

Der frisch sanierte Große Saal im Z-Bau, Frankenstraße 200, präsentiert sich dem Publikum: Am Freitag und Samstag, 7. und 8. Dezember 2018, können sich Gäste beim „Soul Weekender“ einen ersten Eindruck vom neuen Herzstück der Kultureinrichtung in der Südstadt verschaffen. Der Saal ist im Zuge des zweiten Abschnitts der Z-Bau-Sanierung komplett renoviert und mit neuester Technik ausgestattet worden. Die offizielle Baufertigstellungsfeier und Eröffnung nach Abschluss des zweiten Bauabschnitts findet im Februar 2019 statt.

Die Gesamtkosten für den zweiten Bauabschnitt betragen rund 6,59 Millionen Euro. Das Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat hat im Rahmen des „Bundesprogramm Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ den Großen Saal mit vier Millionen Euro gefördert. Die zeitgemäße technische Ausstattung machte die Zukunftsstiftung der Sparkasse mit 665 500 Euro möglich. Dr. Matthias Everding, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Nürnberg, sagt zum Engagement der Zukunftsstiftung: „Es ist uns ein großes Anliegen, die Kulturszene und Kreativwirtschaft in der Region zu fördern. Mit der Sanierung des Großen Saals im Z-Bau möchten wir dafür einen technisch optimal ausgestatteten Raum schaffen und damit auch die junge Szene nachhaltig unterstützen.“


Mit Abschluss des zweiten Bauabschnitts wird der Z-Bau seinem Anspruch als vielseitiges Haus der Gegenwartskultur noch besser gerecht. Mit seiner Größe und Struktur, dem Betreibermodell und der offenen Konzeption ist er einzigartig in Süddeutschland. Der renovierte Saal mit seiner neuen umfassenden technischen Ausstattung eröffnet zukünftig neue Möglichkeiten. Die „GkF – Gesellschaft für kulturelle Freiräume mbH“ betreibt den Z-Bau. Sie besteht aus dem Kunstverein Hintere Cramergasse e.V., der Musikzentrale Nürnberg e.V. und der Stadt Nürnberg. Das von der Stadt Nürnberg beauftragte Architekturbüro ist 2-bs Architekten.

Vielfältige Technik für ein breites Programm im Großen Saal
Der Z-Bau bietet verschiedenen Formen der Gegenwartskultur Raum. Dementsprechend vielfältig ist auch die technische Ausstattung. Eine der wichtigsten, aber unsichtbaren Neuerungen ist der Technikraum, der hinter der Bühne versteckt liegt. Hier laufen alle Fäden zusammen, von hier aus werden die technischen Einbauten gesteuert, samt Verstärkern für die Lautsprecher, Dimmern für Theaterscheinwerfer, der Steuerung für Elektrokettenzüge, Strom-, Signal- und Netzwerkverteilungen. Hinzu kam die Verlegung aller nötigen Elektro-, Audio-, Licht- und Netzwerkkabel sowie die Installation von LED-Scheinwerfern zur Grundbeleuchtung.

Grundlegend gehörten auch der Einbau zweier neuer Lüftungszentralen im Dachraum und einer Lüftung beziehungsweise Heizung dazu, die für 1 000 Personen genügend Luftmenge umwälzt. Für den optimalen Sound wurde außerdem die Akustik durch Absorber und Akustikelemente an Wand und Decke verbessert. Eingebaut wurden zudem Traversen und Stahlträger, um etwa Scheinwerfer, Lautsprecher, elektrisch fahrbare Kettenzüge und Dekoration anzubringen.

Hervorragender Klang und mobile Bühnenteile für jeden Einsatz
Der Sound im Großen Saal kommt aus einem „Line Array System“. Dieses Lautsprechersystem beschallt den gesamten Raum homogen. Für die Gäste heißt das: Egal wo sie beim Konzert tanzen – ob vor der Bühne oder an der Bar – die Tonqualität ist überall gleichwertig. Ebenso guten Klang bietet das neu installierte Soundsystem mit 33 Lautsprechern für das gesprochene Wort, etwa bei Lesungen. Zwölf weitere Lautsprecher auf der Bühne liefern den Künstlerinnen und Künstlern selbst während ihrer Show guten Sound. Um die Aussteuerung der Audiosignale kümmern sich neben den Technikverantwortlichen nun digitale Mischpulte.

Die neue Bühne mit mobilen Bühnenteilen hat eine stärkere Traglast – viel Platz bietet sie für große Bands und viel Instrumentarium, wie die „Donots“ am 23. Januar 2019, die der Z-Bau in Kooperation mit dem E-Werk Erlangen präsentiert. Auch kleiner und intimer ist möglich, etwa für Lesungen, zum Beispiel von Willy Nachdenklich im März 2019.

DJ oder Poet – auch das richtige Licht spielt eine große Rolle
Eine Herausforderung bei so vielen unterschiedlichen Wünschen auf der Bühne und im Veranstaltungsraum ist auch die Beleuchtung. Schließlich sollen sich die DJ-Crews der Silvesterparty genauso zu Hause fühlen wie die LIMINALE, das Festival der freien Theater im April 2019. Die Lösung: ein multifunktionales Ambiente-, Disco-, Konzert- und Theaterlicht mit 100 Scheinwerfern, eingebaut nach einem fein austarierten Licht-, Strom-, Signal- und Traversenplan. Für zügige Umbauten von Licht oder Deko werden einfach Teile der Anlage mit elektrischen Kettenzügen abgelassen. Unter Beweis stellen sich Sound, Licht und vor allem die riesige Diskokugel zum ersten Mal am Freitag und Samstag, 7. und 8. Dezember 2018, während des „Soul Weekenders“. maj

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