Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 1257 / 05.12.2018

Das Kunstschaffen der Familie Kellner

Drei Brüder prägten mit ihrer Landschaftsmalerei die Kunst der beginnenden Moderne in ihrer Heimatstadt Nürnberg: Georg (1874-1924), August Friedrich (1885-1944) und Carl Kellner (1886-1953). Ihr Schaffen rückt die Kunstvilla in der Ausstellungsreihe „Familienbande“ aktuell in den Fokus. Kuratorin Susann Scholl stellt „Die Malerfamilie Kellner“ am Mittwoch, 12. Dezember 2018, um 18.30 Uhr in einer Führung durch die Schau in der Blumenstraße 17 vor. Die Teilnahme kostet drei Euro.

Mit den drei Brüdern wird eine weitverzweigte Nürnberger Künstlerdynastie präsentiert, die sich seit dem 18. Jahrhundert als Glasmalerfamilie einen Namen gemacht hat. Erst die letzte Künstlergeneration der Kellner-Familie, zu der die drei Brüder gehören, lässt sich freischaffend in Nürnberg nieder. Alle drei wenden sich verstärkt der Landschaftsmalerei zu. Als Mitglieder der Nürnberger Sezession legen sie mit ihren Gemälden und Grafiken ein beeindruckendes Zeugnis für die Kunst der Moderne in Nürnberg ab. Thematisch und inhaltlich schöpfen die Bilder aus der Spätromantik und dem Jugendstil. Sie öffnen dabei gleichzeitig den Weg für eine Form der Landschaftsdarstellung, die ein Augenmerk auf das Zusammenspiel der Farben und Formen legt. Der Szenenwechsel in der Kunstvilla untersucht das künstlerische Schaffen der drei Brüder zwischen Individualität und familiärer Gemeinschaft, zwischen Vererbung, Talent und Abgrenzung.

Mit der Einrichtung des Kertz-Kabinetts im vergangenen Jahr hat die Kunstvilla die Ausstellungsreihe „Familienbande“ eröffnet, bei der in loser Folge familiäre Beziehungen zwischen Kunstschaffenden in den Fokus gerückt werden. Im Wechsel werden unterschiedliche Nürnberger Künstlerpaare und -familien von 1900 bis in die Gegenwart vorgestellt.

Die Präsentation der Kellner-Brüder ist bis 24. Februar 2019 zu sehen. alf

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