Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 292 / 21.03.2019

Positionsbestimmung: Starker Wirtschaftsstandort Nürnberg

Nürnbergs Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas hat die jährlich erscheinende Auswertung „Wirtschaftsstandort Nürnberg – Positionsbestimmung 2019“ vorgelegt. Die Online-Publikation bietet einen aktuellen Überblick über die wichtigsten Daten und Indikatoren zum Wirtschaftsstandort und informiert darüber, wie sich Nürnberg entwickelt und im Wettbewerb der Wirtschaftsstandorte positioniert.

„Die Struktur unseres Standorts hat sich im Vergleich zum Vorjahr nochmals verbessert und die Nürnberger Wirtschaft konnte mehrere neue Positiv-Rekorde aufstellen: Nie zuvor gingen so viele Menschen in unserer Stadt einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach und seit Jahrzehnten gab es nicht mehr so niedrige Arbeitslosenzahlen wie aktuell. Ebenfalls neue Rekordmarken haben die hier geschaffene Wirtschaftsleistung sowie die jüngst erzielten Gewerbesteuereinnahmen gesetzt“, fasst Dr. Fraas die aktuelle Lage am Wirtschaftsstandort Nürnberg zusammen.

Rekord-Beschäftigung
Die Beschäftigtenzahl Nürnbergs hat einen historischen Höchststand erreicht. Mit 311 312 Beschäftigten (Stand: Juni 2018) gehen so viele Menschen im Stadtgebiet Nürnberg einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach wie noch nie zuvor. Seit dem Jahr 2009 erhöhen sich Nürnbergs Beschäftigtenzahlen von Jahr zu Jahr und sind in dieser anhaltenden Wachstumsphase um insgesamt 46 024 Personen beziehungsweise um 17,3 Prozent angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs Nürnbergs Wirtschaft um 5 638 Beschäftigte.

Anhaltender Rückgang bringt Arbeitslosigkeit auf neuen Tiefstand
Sechs Jahre in Folge sinken nun Nürnbergs saisonbereinigte Arbeitslosenzahlen ununterbrochen. Im Dezember 2018 waren 14 998 Menschen in Nürnberg arbeitslos gemeldet - das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,1 Prozent. Seit 27 Jahren gab es in der Stadt zum Jahresende keine so niedrige Arbeitslosenzahl wie aktuell. Seit dem Rekordhoch im Jahr 2006, als im Dezember noch mehr als 31 000 Menschen arbeitslos gemeldet waren, hat sich Nürnbergs Arbeitslosenzahl inzwischen mehr als halbiert.

Vergleichsweise günstige Arbeitsmarktlage
Im bundesweiten Vergleich der größten deutschen Städte nimmt Nürnberg eine gute Position ein und hat nach den Landeshauptstädten München und Stuttgart und der Bankenmetropole Frankfurt die viertniedrigste Arbeitslosenquote. Dies ist besonders beachtlich in Relation zu anderen großen klassischen Produktionsstandorten, die einen ähnlichen Strukturwandel wie Nürnberg bewältigen mussten.

Aufnahmefähiger Arbeitsmarkt
Ende 2018 waren der Arbeitsagentur für das Stadtgebiet Nürnberg 6 951 zu besetzende sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsangebote gemeldet. Das sind 7,2 Prozent mehr als vor einem Jahr und entspricht einer Verdoppelung (+103 Prozent) des Stellenangebots gegenüber dem Bestand von vor fünf Jahren.

Rekord-Wirtschaftsleistung
In Nürnberg wird eine überproportional hohe Wirtschaftsleistung erzeugt. Obwohl Nürnberg nach Bevölkerungsgröße die 14. größte Stadt Deutschlands ist, liegt es mit einem insgesamt erwirtschafteten Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 28 Milliarden Euro an 9. Stelle der 20 größten deutschen Städte. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Nürnberger BIP um 4,4 Prozent angewachsen und damit stärker als im deutschen Durchschnitt (+3,2 Prozent).


Spitzenwerte bei den Beschäftigten im IKT-Sektor
10,7 Prozent aller Nürnberger Beschäftigten sind in den zukunftsweisenden Branchen der Informations- und Kommunikationswirtschaft (IKT) tätig. Nürnberg teilt sich im Vergleich der großen deutschen Städte zusammen mit München und Bonn damit einen der Spitzenplätze. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs Nürnbergs Beschäftigtenzahl im IKT-Bereich um weitere 4,3 Prozent. Aus gutem Grund wurde Nürnberg bereits im Herbst letzten Jahres im Digitalkompass von Handelsblatt und Prognos zu den Top Ten der digitalsten Regionen Deutschlands gerechnet.

Industriesektor ist wichtiger Beschäftigungsträger in Nürnberg
Das verarbeitende Gewerbe ist für Nürnberg weiterhin von hoher Bedeutung. 15,5 Prozent aller Nürnberger Beschäftigten sind in diesem Sektor tätig. Im Vergleich der 20 größten deutschen Städte gehört Nürnberg zum oberen Drittel von Standorten, in denen die Industriebranchen eine gewichtige Rolle einnehmen.

Nürnbergs Industrie ist stark wissensbasiert
Nürnbergs Anteil an Beschäftigten in wissensintensiven Industriebranchen an den Gesamtbeschäftigten im verarbeitenden Gewerbe liegt deutlich über dem Durchschnitt. Im Stadtgebiet arbeiten mittlerweile 70 Prozent der Beschäftigten des verarbeitenden Sektors in wissensintensiven Branchen. In den anderen großen deutschen Städten beträgt dieser Anteil durchschnittlich 59 Prozent, in Deutschland 45 Prozent.

Rekord-Gewerbesteuereinnahmen
Die anhaltend gute Wirtschaftsentwicklung macht sich auch durch hohe Steuereinnahmen bemerkbar. Nürnberg konnte 2017 einen Rekordwert von 447 Millionen Euro an Gewerbesteuereinnahmen verbuchen. Das sind die höchsten Gewerbesteuereinnahmen seit der Euro-Einführung. Für 2018 rechnet die Stadt mit einem nochmals höheren Wert, der zum Stand Mitte Dezember 2018 auf 475 Millionen Euro geschätzt wird. Die nächste Rekordmarke am Standort Nürnberg dürfte also schon wieder erreicht werden.

Innovative Lösungen – Made in Nürnberg
„Gerade die Nachfrage nach wissensintensiven Produkten, Dienstleistungen und Lösungen ist ein zentraler Innovationsmotor für Nürnberg und ein wichtiger Baustein für die anhaltend positive Entwicklung des Wirtschaftsstandorts. Die hohe Beschäftigtendichte und Unternehmenspräsenz Nürnbergs im Sektor der Informations- und Kommunikationstechnik sind ein Erfolgsfaktor, um auch zukünftig erfolgreich die Digitale Transformation zu meistern und davon zu profitieren“, hebt Dr. Fraas Nürnbergs Zukunftsstärken hervor.


Die Positionsbestimmung 2019 des Wirtschaftsreferats ist abrufbar unter: https://www.nuernberg.de/imperia/md/wirtschaft/dokumente/publikationen/positionsbestimmung_2018.pdf. let

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