Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 1068 / 18.10.2019

„Kippenschnipser“ verstärkt im Fokus des ADN

Umweltschutz beherrscht derzeit die öffentliche Wahrnehmung. Ein Thema ist der Plastikmüll, ein weiteres Problem wird noch zu wenig beachtet: weggeworfene Zigarettenkippen.

„Kippen gehören in den Mülleimer. Einfach weggeschnipst, verdrecken sie die Stadt und sind für Mensch, Tier und Pflanzen hochgefährlich. Deshalb tut die Stadt etwas dagegen. Zum einen mit präventiven Maßnahmen. Parallel dazu will ich jetzt aber auch zeigen, dass Kippenschnipsen nicht toleriert wird. Ich habe den Außendienst Nürnberg beauftragt, ab Dienstag, 22. Oktober, bis zum darauffolgenden Dienstag, 29. Oktober 2019, ein besonderes Augenmerk auf das Wegschnipsen von Zigaretten zu legen und sofort zu reagieren“, sagt Bürgermeister Christian Vogel.

Wird von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Außendiensts Nürnberg (ADN) während ihrer Streife beobachtet, dass eine Zigarette auf den Boden geworfen wird, wird die oder der Betroffene auf das Fehlverhalten hingewiesen. Ist der Verursacher uneinsichtig, kann am Ende eine ordnungsrechtliche Maßnahme drohen.

Bürgermeister Christian Vogel: „Es geht hier nicht darum, pingelig zu sein, sondern es muss jedem Raucher und jeder Raucherin klar sein, dass Kippen in die Mülltonne gehören und nicht in den öffentlichen Raum. Wer das nicht begreifen und weiter unsozial sein will, muss dann mit den Konsequenzen rechnen. Gegenseitige Rücksichtnahme ist das A und O für ein gutes Miteinander in unserer Stadt.“

Die Stadt hat neue Papierkörbe mit Aschenbechern oder Bodenaschenbechern installiert. „Zudem werden wir dankenswerterweise durch die Ehrenamtlichen der Gruppe ‚Zero Waste Nürnberg‘ von Bluepingu e.V. unterstützt, die Mitte November im Stadtgebiet unterwegs sind und die Raucherinnen und Raucher über das Problem und die Gefahren aufklären, als auch Lösungsansätze in petto haben“, betont Bürgermeister Christian Vogel.

Zwei Drittel aller gerauchten Zigaretten landen – oft einfach aus Unachtsamkeit – am Boden. Wenn man die aktuelle Zahl der gerauchten Zigaretten in Deutschland kennt, kann man sich die Menge an Müll vorstellen: Es sind 106 Milliarden Zigaretten pro Jahr. Vogel: „Für den Einzelnen ist es nur eine kleine Kippe, deshalb ist das Unrechtsempfinden sehr gering, in der Masse ist es aber ein wirklich großes Problem.“

Bis ein Stummel abgebaut worden ist, dauert es gut 13 Jahre. Und er hinterlässt giftige Substanzen wie zum Beispiel Arsen, Blei, Chrom, Kupfer, Cadmium, Formaldehyd, Nikotin, Benzol und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Essen beziehungsweise verschlucken beispielsweise Babys oder Kleinkinder eine Kippe, besteht akute Lebensgefahr. tom

Stadt Nürnberg

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